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	<title>admin &#8211; IB Stückmann</title>
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	<description>Ihr Fachmann für Verkehrsmesstechnik und Unfallanalyse</description>
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		<title>Poliscan: was ist ein &#8222;Gutachter-Schlüssel&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2025 23:08:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsmesstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Gutachter-Token]]></category>
		<category><![CDATA[Herausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[PoliScan]]></category>
		<category><![CDATA[Verweigerung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir der zum Öffnen von Poliscan-Datensätzen zwangsläufig erforderliche Token angefordert, so wird seitens der Messgeräteverwender auf die Hessische Eichdirektion verwiesen, wo ein "Gutachter-Token" bezogen werden kann. HIer wird erläutert, worum es sich bei diesem "Gutachter-Token" handelt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="4230" class="elementor elementor-4230" data-elementor-post-type="post">
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									<p>Die hessische Eichdirektion (HED) hat zu dem Messgerät Vitronic PoliScan Informationen unter dem Titel „<em>Schlüssel von eschwindigkeitsmessgeräten Vitronic PoliScan: Informationen für Gerichte, Rechtsanwälte und Gutachter“ veröffentlicht.</em></p>
<p>Das aktuelle Dokument der HED enthält folgende Kernaussagen:</p>
<ul>
<li>Die PoliScan-Messgeräte speichere die Daten einer Messung in einer Datei mit der Endung „tuff“,</li>
<li>um die Authentizität der Messdaten sicherzustellen, würden diese mit einem elektronischen Schlüssel signiert. Durch die Prüfung der Signatur im Zuge der Auswertung sei sichergestellt, dass die Daten authentisch sind und nicht manipuliert worden.</li>
<li>Bei der Prüfung der Signatur eines Datensatzes könne sowohl der „Generalschlüssel“ des Verwenders als auch ein gerätespezifischer „Gutachterschlüssel“ verwendet werden. Mit dem Gutachterschlüssel könne lediglich die Signatur von Datensätzen aus dem jeweiligen Gerät geprüft werden, der Generalschlüssel ließe dagegen die Prüfung von Signaturen verschiedener Geräte zu.</li>
<li>Die Daten des Messgeräts würden verschlüsselt und zur Entschlüsselung seien wiederum der Generalschlüssel des jeweiligen Verwenders wie auch der spezielle Gutachterschlüssel geeignet.</li>
<li>Solle die Unversehrtheit der Daten geprüft werden, sei dementsprechend der aktuelle und korrekte Gutachterschlüssel erforderlich.</li>
</ul>
<p>Es wird von der HED ferner dargestellt, dass ein Betroffener die Möglichkeit habe, das aus dem Datensatz extrahierte Foto in Form einer unverschlüsselten Grafikdatei (z.B. im Format „jpg“ oder „tiff“) anzufordern. Das Anfordern der tuff-Datei sei insofern sinnfrei, als die Anforderung nur dann erforderlich sei, wenn man die Echtheit und Authentizität der ins Verfahren eingebrachten frei lesbaren, aber technisch nicht mehr gesicherten Dokumente (Ausdrücke und Bilddatei) anzweifele.</p>
<p>Die Ausführungen/Erläuterungen der HED sind aus technischer Sicht um folgende allemeine Informationen zu ergänzen:</p>
<ul>
<li>Die angesprochenen Schlüssel sind bei den in Rede stehenden Messgeräten in einer Containerdatei (sog. Token) gespeichert, der prinzipiell sowohl als Hardware konzipiert sein, als auch als Datei vorliegen kann. Gutachtern oder Rechtsanwälten wird der für das Öffnen der Messdatensätze erforderliche Schlüssel bzw. Token als wenige kB große Datei mit dem zugehörigen Passwort zur Verfügung gestellt.</li>
<li>Hat ein Betreiber mehrere Messgeräte des Typs PoliScan im Einsatz, so liegt ihm meist ein Universaltoken/Generaltoken vor, der mehrere Schlüssel (zu jedem Messgerät einen) beinhaltet. Verfügt der Messgerätebetreiber dagegen nur über ein Messgerät, so ist auf dem von ihm genutzten Generaltoken auch nur der Schlüssel des einen Messgeräts gespeichert. Der Generaltoken entspricht dabei dem Individual-Token des Messgeräts.</li>
<li>Für Betreiber von mehreren PoliScan-Messgeräten besteht keine zwangsläufige Notwendigkeit, einen Universal-Token zu nutzen. Es wäre ohne nennenswerte Einschränkung im Handling auch möglich, bei der Auswertung für jedes Messgerät einen individual-Token zu verwenden. In diesem Zusammenhang sei noch darauf hingewiesen, dass die Auswertung ohnehin mit dem individuellen Schlüssel des jeweiligen Messgeräts durchgeführt wird, unabhängig davon, ob dieser auf einem Einzeltoken oder Universaltoken gespeichert ist.</li>
<li>Der Hersteller des Messgeräts stellt den Kunden seit Juni 20233 beim Kauf der Messgeräte die Individualschlüssel von sich aus zur Verfügung. Außerdem hat jeder Gerätebetreiber nach der Auskunft der Fa. Vitronic für die geringe Gebühr von 380 € die Möglichkeit, die Individual-Token aller von ihm betriebenen Messgeräte zur Verfügung gestellt zu bekommen.</li>
</ul>
<p>Die Hessische Eichdirektion hat inzwischen bestätigt, dass der dort hinterlegte Token den individuellen Schlüssel des jeweiligen Messgeräts enthält. Der vom Hersteller und der HED seit spätestens 2022&nbsp; als &#8222;Gutachterschlüssel&#8220; bezeichnete Schlüssel entspricht dementsprechend Bit für Bit dem vom Gerätebetreiber bei der Auswertung eingesetzten Individualschlüssel des jeweiligen Messgeräts. Die Schlüssel sind bei den Poliscan-Messgeräten in einem Container gespeichert (sog- Token), der einen oder auch mehrere Schlüssel enthalten kann.&nbsp; Im Weiteren wird der Begriff Token als Synonym für den Schlüssel verwendet.</p>
<p>Die Einführung des in den technischen Unterlagen zu dem Messgerät nicht erwähnten Begriffs „Gutachterschlüssel“ hat dazu geführt, dass bundesweit sowohl von polizeilichen als auch kommunalen Messgerätebetreibern regelmäßig behauptet wird, es existiere ein speziell für die Auswertung der Datensätze durch Gutachter vorgesehener “Gutachtertoken“.</p>
<p>Dabei wird von Bußgeldbehörden, der Polizei und Gerichten teilweise die Auffassung vertreten, mit diesem Schlüssel könnten nur die Messung des Betroffenen oder nur die jeweilige Messreihe ausgewertet werden oder der „Gutachterschlüssel“ sei zeitlich begrenzt.</p>
<p>Die HED hat bestätigt, dass der bei ihr hinterlegte Token exakt demjenigen entspricht, der auch dem Gerätebetreiber für das individuelle Messgerät zur Verfügung steht. Die Token müssen identisch sein, weil die Hinterlegung beim Eichamt als sog. Trust-Center ansonsten sinnlos wäre. Dieser Sachverhalt wird von Geräteverwendern regelmäßig ignoriert. So behauptet z.B. die Polizei NRW, der „Gutachtertoken“ unterscheide sich von dem bei der Hessischen Eichdirektion gespeicherten Token. Die ausführliche, im Rahmen einer Fachaufsichtsbeschwerde Erläuterung, dass und warum diese Aussage technisch haltlos ist, wird ignoriert.</p>
<p>Wie bereits erwähnt, können Messgerätebetreiber den individuellen Token eines Messgeräts bei den Eichbehörden oder dem Hersteller anfordern, sofern Sie die Schlüssel nur über einen Universal-Token verwalten, der die Schlüssel aller vom Verwender eingesetzten Geräte beinhaltet. Messgerätebetreiber, die die Herausgabe eines Tokens verweigern, tun dies somit nur, weil sie bewusst darauf verzichten, den von ihnen eingesetzten Individualtoken vorzuhalten.</p>
<p>Die übliche Vorgehensweise der Betreiber von mehreren Geräten, auf die Aushändigung der individualtoken für die von ihm genutzten Messgeräte&nbsp; zu verzichten und die Herausgabe dann mit der Begründung zu verweigern, es läge ihnen nur ein Universaltoken vor, ist insofern wenig überzeugend. Es entsteht der Eindruck, dass mit dieser Vorgehensweise nur ein Zweck verfolgt werden soll: die Herausgabe des Tokens zu verhindern.</p>
<p>Unabhängig von den technisch nicht nachzuvollziehenden Gründen für die Verweigerung der Herausgabe der Token&nbsp; stellt sich die Frage, inwieweit die Herausgabe eines Universaltokens überhaupt datenschutzrechtlich bedenklich sein kann. Ein solcher Universaltoken hat nämlich ohne die zugehörigen Datensätze und die spezielle Auswertesoftware keinerlei Funktion und beinhaltet keine Informationen, deren Weitergabe als kritisch betrachtet werden könnte.</p>
<p>Inzwischen hat der Hersteller der PoliScan-Messgeräte VITRONIC auf die vielfachen Einstellungen wegen der Verweigerung der Herausgabe der Schlüssel durch die Polizei reagiert, indem den Gerätebetreibern seit Mitte 2023 schon beim Kauf der Geräte der Individualschlüssel ausgehändigt wird. Sollte also ein Geräteverwender im Hinblick auf nach diesem Zeitpunkt in den Verkehr gebrachte Messgeräte behaupten, der Schlüssel könne nicht ausgehändigt werden, weil nur ein Generaltoken vorliege, so ist dies eine nachweisliche Falschinformation. Ungeachtet des Sachverhalts, dass die als immer wieder Begründung für die Herausgabe herangezogenen Gründe wie Datenschutz- oder Kostenaspekte jeglicher Grundlage entbehren.</p>
<p>Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass es aus technischer Sicht keinerlei Argumente gibt, die gegen die Herausgabe des Individualtokens eines Messgeräts durch den Gerätebetreiber sprechen. Dass die Herausgabe aktuell dennoch regelmäßig verweigert wird, unterläuft&nbsp; die <a href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/11/rk20201112_2bvr161618.html;jsessionid=13F32B71D1CCE3C096CCBA196F7BB92C.1_cid507" target="_blank" rel="noopener">vom BVerfG geforderte Herausgabe der für die Auswertung der Messung erforderlichen Daten</a>.</p>
<p>In diesem Zusammenhang sei noch darauf hingewiesen, dass die Rechtsprechung des OLG Zweibrücken (01.03.2023 – 1 OWi 2 SsBs 49/22), die regelmäßig als Argument für die Verweigerung der Herausgabe des Tokens herangezogen wird, auf technisch falschen Annahmen beruht. Es wird hier nämlich die Behauptung aufgestellt, bei dem Token handele es sich nicht um eine beim Gerätebetreiber vorliegende Datei, er müsse vielmehr bei den hessischen Eichbehörden erzeugt werden. Es erscheint bedenklich, dass Juristen ohne jegliche Begründung technische Annahmen als Begründung für ihre Beschlüsse nutzen, ohne sich dahingehend beraten zu lassen, ob ihre technischen Annahmen auch korrekt sind.</p>
<p>Die Anforderung des Tokens bei den Eichbehörden ist zudem insbesondere in Bußgeldverfahren problematisch. In solchen Verfahren rechnet ein Gutachter nach JVEG ab. Nach §7 Abs. 3 JVEG sind für die Übermittlung einer digitalen Datei aber maximal fünf Euro erstattungsfähig. Es ist <a href="https://ib-stueckmann.de/wp-content/uploads/2023/01/Saarbruecken-1-1024x526.jpg">ein Fall bekannt</a> , in dem der Bezirksrevisor beim Landgericht Saarbrücken die Zahlung der in der Rechnung des Gutachters als Fremdrechnung berücksichtigten Rechnung der Eichbehörden verweigert hat. Von dem in Rechnung gestellten Betrag von damals noch 102,50 € wurden lediglich 5 € übernommen.</p>
<p>Das aktuelle Informationsblatt der Hessischen Eichdirektion ist darüber hinaus auch insofern nicht überzeugend, als dort darauf hingewiesen wird, die Messdaten könnten in Form einer Grafikdatei im üblichen Format (z.B. .jpg oder .tiff) elektronisch übermittelt werden. Zur Einsichtnahme seien weder ein Schlüssel noch ein gesondertes Programm erforderlich. Bezüglich der Anforderung der Original-Datei wird seitens der Hessischen Eichdirektion dabei wie folgt argumentiert:</p>
<p>“<em>Wenn ein Verfahrensbeteiligter die Original-Falldatei („tuff“) bei der Verwaltungsbehörde anfordert, so bedeutet dies, dass er die Echtheit und Authentizität der ins Verfahren eingebrachten, frei lesbaren, aber technisch nicht mehr gesicherten Dokumente (Ausdrucke oder Bilddatei) anzweifelt</em>. <em>In diesem Fall gibt es wenig Sinn, den Schlüssel von ebenjener Verwaltungsbehörde anzufordern, der er misstraut. Dieser könnte ja „passend“ ebenso verfälscht worden sein. Konsequenterweise ist dann der Schlüssel direkt von einem unabhängigen Dritten (Trust Center) zu beziehen.“</em></p>
<p>Die Aussagen der hessischen Eichbehörde zur angeblichen Sinnfreiheit des Anfordern des Tokens sind durch die Ausführungen der PTB allerdings widerlegt. Die&nbsp;<a href="https://oar.ptb.de/resources/show/10.7795/520.20160913F" target="_blank" rel="noopener">PTB hat nämlich bereits im Jahr 2013</a>&nbsp; Folgendes festgestellt:</p>
<p>“<strong><em>Nur die signierte Falldatei gilt als unveränderliches Beweismittel. Ein Ausdruck des Inhalts der signierten Falldatei oder ein Ausdruck der grafischen Benutzeroberfläche des Referenz-Auswerteprogramms gelten nicht als unveränderliches Beweismittel</em>.</strong>“</p>
<p>Vor dem Hintergrund der zitierten Passage der PTB-Stellungnahme steht fest, dass es eben nicht ausreichend ist, wenn eine Messung anhand von beliebig manipulierbaren Bilddateien geprüft wird, anstatt das eigentliche Beweismittel zu nutzen. Zu diesem Zweck wird der Token des Messgeräts benötigt, da sich der Messdatensatz ohne diesen Token nicht in dem von der PTB für die Auswertung vorgeschriebenen Referenz-Auswerteprogramm öffnen lässt.</p>
<p>Im Hinblick auf die Behauptung, die aus dem eigentlichen Beweismittel extrahierten Bilder oder Textdateien seien zur Bewertung geeignet, ist zudem&nbsp; auch die in einem Gerichtsverfahren vor dem Amtsgericht Wismar (Beschluss vom 13.06.2018, Aktenzeichen 15 OWi 235/18) aufgefallene und zur Einleitung eines Strafverfahrens führenden Manipulation einer .xml-Datei eines PoliScan-Datensatzes von Bedeutung. Die <a href="https://vut-verkehr.de/aktuelles/49/betrug-mit-messgeraeten-der-poliscan-familie-" target="_blank" rel="noopener">bei der Behörde erfolgte Veränderung der Originaldaten</a> zeigt, dass man sich eben nicht in jedem Fall darauf verlassen kann, von einer Behörde einwandfreie, nicht manipulierte Daten zur Verfügung gestellt zu bekommen. Auch dies belegt die Erforderlichkeit der Auswertung auf Basis des unter allen Aspekten prüfbaren Beweismittels, nämlich des Datensatzes.</p>
<p>Während die bei den Gerätebetreibern zur Verfügung stehende Auswerte-Software lediglich die Überprüfung der korrekten Signierung der Datensätze und die Extraktion der sog. xml-Datei erlaubt, können die nach dem Stand der Technik ausgestatteten Gutachter mit ihrer bei der Auswertung der Messdatensätze eingesetzten Software noch weitere, über die Ansicht des Messfotos, die Prüfung der Signatur und die Extraktion der xml-Datei hinausgehende Auswertungen vornehmen. Um solche Auswertungen vornehmen zu können, muss generell der Datensatz im Auswerteprogramm geöffnet werden. Hierzu wird zwangsläufig der Schlüssel benötigt.</p>
<p>Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass es zur sachgerechten, umfassenden Überprüfung einer Messung in jedem Fall erforderlich ist, auf das Original-Beweismittel zurückzugreifen. Dieses Beweismittel stellt allein der signierte Datensatz dar. Irgendwelche aus diesem Datensatz extrahierte, beliebig manipulierbare Grafiken oder Textdateien sind lt. PTB als Beweismittel generell ungeeignet und können damit auch nicht die Grundlage eines Gutachtens sein.</p>
<p>Die grundlegende Auswertung muss den Vorgaben der technischen Unterlagen der Messgeräte vorgenommen werden.&nbsp; Hierzu muss der Datensatz im Auswerteprogramm geöffnet werden, was ohne den zum Öffnen benötigten Schlüssel nicht möglich ist.</p>
<p>Dieser Sachverhalt, von dem sie bereits vor drei Jahren in Kenntnis gesetzt worden ist, wird von der<a href="https://ib-stueckmann.de/verkehrsmesstechnik/behinderung-durch-verweigerung-des-lzpd/"> Polizei in Nordrhein-Westfalen&nbsp;</a> und auch anderen Gerätebetreibern beharrlich ignoriert und hat bisher auch keinen Eingang in das Merkblatt der Hessischen Eichdirektion gefunden.</p>								</div>
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			</item>
		<item>
		<title>LZPD NRW: mangelnde Kompetenz, bewusste Weitergabe von Falschinformationen  und rechtswidriges Handeln</title>
		<link>https://ib-stueckmann.de/verkehrsmesstechnik/lzpd-nrw-mangelhafte-technische-kompetenz-beratungsresistenz-und-rechtswidriges-handeln/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Mar 2025 14:09:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsmesstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[LZPD]]></category>
		<category><![CDATA[rechtswidriges Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[technische Inkompetenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie bereits berichtet, wurde im Februar 2022 erstmalig eine danach bis 06.2023 noch um weitere Punkte erweiterte Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde wegen des Fehlverhaltens eines Mitarbeiters und der technisch unhaltbar begründeten Verweigerung des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW (LZPD) im Hinblick auf die Herausgabe von für die Erstellung von Gutachten benötigten Unterlagen gestellt. Diese Fachaufsichtsbeschwerde [&#8230;]]]></description>
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									<p>Wie bereits berichtet, wurde im Februar 2022 erstmalig eine danach bis 06.2023 noch um weitere Punkte erweiterte Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde wegen des Fehlverhaltens eines Mitarbeiters und der technisch unhaltbar begründeten Verweigerung des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW (LZPD) im Hinblick auf die Herausgabe von für die Erstellung von Gutachten benötigten Unterlagen gestellt.</p>
<p>Diese Fachaufsichtsbeschwerde wurde im November 2024 beantwortet. Das LZPD ist dabei der Auffassung, einer Dienstaufsichtsbeschwerde könne abgeholfen werden, indem im Rahmen einer schriftlichen Stellungnahme im Wesentlichen die mit der Fachaufsichtsbeschwerde gerügten Behauptungen wiederholt werden, ohne das auch nur mit einem Satz inhaltlich auf die ausführliche Darlegung der im Rahmen der Fachaufsichtsbeschwerde gerügten Unsinnigkeit dieser Behauptungen eingegangen werden müsse.</p>
<p>So wird von der „Fachlichkeit“ des LZPD im Zusammenhang mit der gerügten Verweigerung der Herausgabe der zum Öffnen der Messdatensätze im Referenz-Auswerteprogramm benötigten Geräteschlüssel in Kenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten nach wie vor wahrheitswidrig Folgendes behauptet:</p>
<p>“M<em>it den polizeilichen Schlüsseln als Passepartouts kann nicht nur eine Falldatei, sondern die Falldateien aller Messungen eingesehen werden. Eine Weitergabe der Schlüssel ist daher bereits aus rein tatsächlichen Gründen nicht angezeigt. Schlüssel die ausschließlich für den Einzelfall verwendet werden, können bei Bedarf gegen Bezahlung bei der zuständigen Eichbehörde erhoben werden. Begehren Sie als Gutachter den Schlüssel für die gesamte Messreihe, dürfte dies von einem Anspruch auf Herausgabe der gesamten Messreihe (siehe oben) abhängen. Datenschutzrechtliche Bedenken ergeben sich mithin in der Gesamtbetrachtung von Messreihe und Schlüssel. Die Entscheidung über die Herausgabe sollte mithin den Gerichten überlassen bleiben.</em></p>
<p><em>&nbsp;Bezieht sich das Ersuchen lediglich auf den Schlüssel und Passwort für eine einzelne Falldatei, dürfte der Anspruch daran scheitern, dass nicht eine bei der Bußgeldbehörde bzw. Polizei vorhandene Information, sondern vom zuständigen Eichamt erst noch zu erzeugende Daten begehrt werden. Es besteht jedoch kein Anspruch darauf, dass sich die Bußgeldbehörde oder das Gericht diese Daten beschafft, um sie an den Betroffenen herauszugeben.</em></p>
<p>Wie bereits hier im Blog ausführlich dargelegt, sind die Ausführungen des LZPD technisch unhaltbar. Niemand mit Grundkenntnissen bzgl. der bei den Geschwindigkeitsmessverfahren eingesetzten asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren könnte in der Form argumentieren wie das LZPD in ihrer Antwort auf die Fachaufsichtsbeschwerde.&nbsp;</p>
<p>Vor dem Hintergrund der technischen Absurdität der Argumentation der Polizei NRW verwundert es, dass diese Argumentation auch in einem Beschluss des <a href="https://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/7784.htm" target="_blank" rel="noopener">OLG Zweibrücken</a> findet. Man sollte eigentlich erwarten können, dass sich Oberlandesgerichte bei mangelnden eigenen Kenntnissen zumindest in einem Umfang beraten lassen, dass sie ihre Beschlüsse nicht mit technisch nicht nachzuvollziehenden Argumenten begründen.</p>
<p>In jedem Fall ist es bezeichnend, dass sich das LZPD &#8211; wie alle anderen die Herausgabe der Schlüssel verweigernden Behörden auch &#8211; auf die Rechtsprechung des OLG Zweibrücken bezieht, obwohl in dem die Herausgabe bejahenden Beschluss des <a href="https://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/8044.htm" target="_blank" rel="noopener">OLG Karlsruhe</a> bereits darauf hingewiesen wurde, dass das OLG Zweibrücken bei seinem Beschluss&nbsp; &#8222;<em>von der tatsächlich unzutreffenden Annahme ausgegangen wird, bei für die konkrete Einzelmessung erforderlichen Token und Passwort handle es sich um keine bei der Bußgeldbehörde vorhandenen Informationen, sondern um von einem zuständigen Eichamt erst noch zu erzeugenden Daten, was bedeuten würde, dass die Bußgeldbehörde die verschlüsselten Falldatensätze des Messgeräts selbst vor Erlass des Bußgeldbescheids nicht hätte prüfen können.&#8220; </em>Diese schlüssige Argumentation sollte eigentlich auch ohne Kenntnisse technischer Details aus sich heraus verständlich sein.</p>
<p>Weiterhin behauptet das LZPD, der von den Eichbehörden aus nicht nachvollziehbaren Gründen mit dem Fantasiebegriff „Gutachter-Token“&nbsp; (die Begriffe &#8222;Gutachter-Token&#8220; oder Gutachter-Schlüssel&#8220;werden in keinem der technischen Dokumente zu den zugelassenen Messgeräten erwähnt) bezeichnete und dort hinterlegte Schlüssel sei ein anderer als derjenige, den die Polizei zur Auswertung der Messdatensätze nutzt. Dem ist allerdings nicht so.</p>
<p>Aus welchem Grund es nur einen Schlüssel geben kann, lässt sich sehr einfach erklären: sollte bestritten werden, dass die Polizei zur Auswertung der Datensätze den korrekten Geräteschlüssel benutzt hat, so muss prüfbar sein, ob die Auswertung tatsächlich mit dem korrekten Schlüssel vorgenommen worden ist. Dies bedeutet, dass eine Instanz benötigt wird, bei der der Originalschlüssel hinterlegt ist.</p>
<p>Bei dieser Instanz handelt es sich um die Eichbehörden, die im Hinblick auf die Schlüssel als sog. Trust-Center fungieren. Allein vor diesem Hintergrund ist offensichtlich, dass der von den Behörden eingesetzte Schlüssel exakt demjenigen entsprechen muss, der bei den Eichbehörden hinterlegt ist.</p><p>Dies wurde der LZPD gegenüber in noch sehr viel ausführlicherer Form dargestellt. Das LZPD hält es aber nicht für erforderlich, diese offensichtlichen Sachverhalte zur Kenntnis zu nehmen, sondern wiederholt in ihrer Antwort auf die Fachaufsichtsbeschwerde, dass es unterschiedliche Schlüssel gäbe. Auf die im Rahmen der Fachaufsichtsbeschwerde fachlich fundiert vorgebrachte Kritik an gerade dieser Aussage wird nicht mit einem Satz eingegangen.&nbsp;</p><p>Es sei darauf hingewiesen, dass es sich bei dem vom LZPD beschriebenen Schlüssel, der „ausschließlich für den Einzelfall“ genutzt werden könnte, um ein Hirngespinst handelt. Die Polizei in NRW hält es selbst im Kontext der Antwort auf eine offizielle Fachaufsichtsbeschwerde (trotz einer Bearbeitungszeit von mehr als zwei Jahren) nicht für erforderlich, sich beim Fehlen einfachster technischer Grundlagenkenntnisse zumindest extern objektiv zu informieren. Die wäre in Anbetracht der in den &#8222;Fachabteilungen&#8220; bestehenden Defizite hinsichtlich des Verständnisses selbst einfachster technischer Gegebenheiten allerdings dringend geboten.&nbsp;</p>
<p>Das LZPD ist gemessen an dem Inhalt der Antwort auf die Fachaufsichtsbeschwerde ferner der Meinung, dass die für die Erstellung von Gutachten benötigten Unterlagen nur nach einem tenorierten Beschluss herausgegeben werden könnten. Diese Auffassung wird vertreten, obwohl dem LZPD bereits seit Jahren <a href="https://ib-stueckmann.de/wp-content/uploads/2025/03/AG-RE-ananym-.pdf">Schriftsätze</a> von Richtern und Richterinnen vorliegen, mit denen das LZPD darauf hingewiesen wird, dass solche Beschlüsse nach der StPO nicht vorgegeben seien und somit auch nicht gefordert werden können.</p>
<p>Das Amtsgericht Landstuhl hat bezüglich der gleichen Einschätzung einer Bußgeldstelle in einem Verfahren trotz Einstellung extra einen <a href="https://ib-stueckmann.de/wp-content/uploads/2025/04/Einstellung-wegen-rechtswidrigen-Forderns-eines-gerchtlichen-Beschlusses.pdf">Beschluss</a> gefasst, um festzustellen, dass dieses Vorgehen rechtswidrig ist. In dem Beschluss wird explizit darauf hingewiesen, dass es keine gesetzliche Vorschrift gibt, nach der es nur nach gerichtlichem Beschluss erlaubt wäre, bestimmte Unterlagen herauszugeben. Außerdem wird aufgezeigt, dass auch in anderen Belangen schriftliche Verfügungen und Beschlüsse selbstverständlich gleichgesetzt werden.</p>
<p>Das Verfahren bezieht sich zwar auf das Verhalten einer Bußgeldbehörde in Rheinland-Pfalz. Die von der dortigen Bußgeldbehörde vertretene Auffassung entspricht aber exakt derjenigen des LZPD. Auch das Verhalten des LZPD ist demnach aus diesseitiger Sicht so zu bewerten, wie es ein Richter des Amtsgerichts Kassel im Hinblick auf das vergleichbare Verhalten einer Verwaltungsbehörde getan hat:</p>
<p>Die Haltung des LZPD, gerichtlichen Entscheidungen nur dann Folge zu leisten, sofern sie der eigenen rechtlichen Einschätzung entsprechen, spiegelt ein Verhältnis von Gewaltenteilung wider, das das LZPD (neben einigen Verwaltungsbehörden) exklusiv für sich haben dürfte.</p>								</div>
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		<title>LTI TrueSpeed &#8211; Messen in NRW wieder zulässig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2024 21:04:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsmesstechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem hier in Rede stehenden Messgerät, dessen Einsatz in Nordrhein-Westfalen von Anfang Juli bis zum 09.10.2024 untersagt worden war, wurden nach dem Kenntnisstand des Unterzeichners bisher drei Versuchsreihen durchgeführt. Die Ergebnisse einer Versuchsreihe sind veröffentlicht, die einer weiteren liegen dem Unterzeichner vor und die Ergebnisse der dritten Untersuchung sind bisher nur anhand von Videos [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem hier in Rede stehenden Messgerät, dessen Einsatz in Nordrhein-Westfalen von Anfang Juli bis zum 09.10.2024 untersagt worden war, wurden nach dem Kenntnisstand des Unterzeichners bisher drei Versuchsreihen durchgeführt. Die Ergebnisse einer Versuchsreihe sind veröffentlicht, die einer weiteren liegen dem Unterzeichner vor und die Ergebnisse der dritten Untersuchung sind bisher nur anhand von Videos nachzuvollziehen, die bei YouTube eingesehen werden können.</p>
<p><!-- /wp:post-content --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Das Messgerät war außer Betrieb gesetzt worden, weil es bei Geschwindigkeitsmessungen zu Abweichungen von 3 km/h gekommen ist. Bei den zur Feststellung dieser Abweichung führenden Untersuchungen[Symkowski/Buck: Messwertabweichungen beim LTI 20/20 TrueSpeed (NZV 20 24,421)] konnten beim Anmessen stehender Fahrzeuge durch leichte Schwenkbewegungen Messwerte von 1 &#8211; 3 km/h erzeugt werden.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Die Ergebnisse der zuvor beschriebenen Versuche wurden durch die Dekra Automobil GmbH bestätigt[nicht veröffentlichte Präsentation der Dekra Automobil GmbH aus dem Jahr 2024]. Auch hier wurden beim Anmessen stehender Fahrzeuge Geschwindigkeiten von bis zu 3 km/h angezeigt. Solche Messwerte konnten allerdings – wie auch schon bei der ersten Untersuchung – nur dann erzielt werden, wenn nicht mittig auf das Kennzeichen gemessen worden war.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Die dritte Untersuchung wurde von dem Sachverständigen Kollektiv IQVMT durchgeführt. Hier wurden nicht nur stehende Fahrzeuge gemessen, sondern auch Versuche im Fahrbetrieb mit einem Referenzmessgerät durchgeführt. Dabei wurde ein Messgeräts des Typs eso ES3.0 als Referenz herangezogen, das die Möglichkeit bietet mithilfe der Rohdatenauswertung eine genaue Bestimmung der effektiven Geschwindigkeit vorzunehmen. Bei den Versuchen, die anhand von YouTube Videos [https://www.google.de/search?sca_esv=1741675dc5f36d7b&amp;q=iqvmt&amp;tbm=vid&amp;source=lnms&amp;fbs=AEQNm0A6bwEop21ehxKWq5cj-cHa02QUie7apaStVTrDAEoT1FdmHTSMJP_rxgj2yFrTtBkmmVlhYj4b7bQ2c7udiKln51bk_Y2nmH4g2fFtjMEhjAZDsZXrnMoF3uFv34skDjp4Q9GCC0b6zpo4D0wIYUGGbOzus1BkAiranu5kDJpK3Zm3adMz2bLq_gnWy8RZ0tr8HEhq&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwi4uvO7oriJAxXmzgIHHcugJdkQ0pQJegQIExAB&amp;biw=2300&amp;bih=1288&amp;dpr=1 ]nachvollzogen werden können, wurden im Fahrbetrieb Abweichungen von bis zu 5 km/h festgestellt.</p>
<p>Die Gebrauchsanweisung des Messgeräts wurde am 30.07.2024 modifiziert und um den Punkt “Vorbereitung des Laserhandmessgeräts“ erweitert. Es ist jetzt der Einsatz der bis dahin optionalen Vergrößerungsoptik vorgeschrieben. Außerdem darf das Messgerät nur noch auf einem Stativ eingesetzt werden.</p>
<p>Die nachträgliche Modifikation der Einsatzbedingungen zeigt erneut, dass die Zulassung eines Messgeräts durch die PTB in vielen Fällen nicht geeignet bzw. ausreichend ist, um eine Messsicherheit unter Alltagsbedingungen sicherzustellen. Der vorliegende Fall ist dabei insofern technisch bedenklich, als dass die zu den Fehlmessungen führenden Abgleiteffekte der PTB schon seit Jahrzehnten bekannt, bei der Zulassung des Geräts aber offensichtlich nicht geprüft worden sind.&nbsp;</p>
<p>Es erstaunt hier vor allem, dass verschiedene Sachverständige in einfachen Versuchen eine mangelhafte Funktion des Messgeräts feststellen konnten, während die Mängel im Rahmen der von der PTB regelmäßig als äußerst&nbsp; umfangreich beschriebenen Versuche im Rahmen des Zulassungsverfahrens nicht der Fall war.</p>
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<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Auch in Kenntnis der veröffentlichten und ihr bekannten Versuchsergebnisse hält die PTB den Einsatz des Messgeräts unter Berücksichtigung der zusätzlichen Vorgaben der Gebrauchsanweisung für unkritisch und hat sich diesbezüglich wie folgt eingelassen: <em>“Nach wie vor sind bei Beachtung der Gebrauchsanweisung des LTI 20/20 TrueSpeed keine Fehlmessung bei der amtlichen Verkehrsüberwachung zu erwarten.“ </em>[zum Laserhandmessgerät LTI 20/20 TrueSpeed. Stand: 02.08.2024 / PTB, Braunschweig und Berlin DOI: 10.7795/520.20240802]</p>
<p>Die Bewertung der PTB lässt dabei außer Acht, dass bei den Versuchen übereinstimmend festgestellt wurde, dass auch beim Einsatz des Messgeräts auf einem Stativ und ohne die Durchführung aktiver Schwenkbewegungen (die zudem beim zulässigen Nachführen des Messgeräts zwangsläufig erforderlich sind) Fehlmessungen zustande gekommen waren. Wie die bei den Versuchen festgestellten Effekte beim Einsatz durch einen Polizeibeamten verhindert werden sollen, erschließt sich technisch nicht einmal ansatzweise.</p>
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		<title>Widerruf der Einsatzerlaubnis für das Messgerät LTI 20/20 TruSpeed  in NRW seit dem 09.07.2024, neu: auch in Hessen kein Einsatz mehr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2024 22:56:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsmesstechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[https://www.youtube.com/watch?v=pKrOetIFg7c Seit dem 09.07.2024 dürfen die Handlasermessgeräte des Typs LTI 20/20 TruSpeed in Nordrhein-Westfalen nach einer Verfügung des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW (LZPD) infolge von Messfehlern nicht mehr für amtliche Messungen eingesetzt werden. Mit Mail vom 15.07.2024 wurde auf Nachfrage von der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit mitgeteilt, dass auch in [&#8230;]]]></description>
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									<p>Seit dem 09.07.2024 dürfen die Handlasermessgeräte des Typs LTI 20/20 TruSpeed in Nordrhein-Westfalen nach einer <a href="https://ib-stueckmann.de/wp-content/uploads/2024/07/Verfuegung2024-anonym.pdf" target="_blank" rel="noopener">Verfügung des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW (LZPD)</a> infolge von Messfehlern nicht mehr für amtliche Messungen eingesetzt werden. Mit Mail vom 15.07.2024 wurde auf Nachfrage von der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit mitgeteilt, dass auch in Hessen keine Messungen mit diesem Gerät mehr durchgeführt werden.</p>
<p>Dem Eichlabor des LZPD liegen entsprechend der telefonischen Auskunft bisher keine weiteren Informationen vor, aus welchen Gründen die Einsatzerlaubnis im Detail ausgesetzt worden ist. Aus dem Schreiben des LZPD ergibt sich lediglich, dass von einem Sachverständigen im Beisein der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) Abweichungen bei der Geschwindigkeitsmessung von 3 km/h festgestellt werden konnten. Diese Abweichungen liegen zwar noch innerhalb der Verkehrsfehlergrenze des Messgeräts (bis 100 km/h 3 km/h und bei mehr als 100 km/h 3 % des Geschwindigkeitsmesswertes), dennoch wurde seitens der Polizei NRW die Notwendigkeit gesehen, die Ursache für die Abweichungen festzustellen und die Einsatzerlaubnis dementsprechend in Nordrhein-Westfalen außer Kraft gesetzt.</p>
<p>Ausgehend von den Ergebnissen verschiedener Versuche, die Sachverständige des bundesweiten Verkehrsmesstechnik- Arbeitskreises durchgeführt haben, in dem auch der Verfasser dieses Blogbeitrags tätig ist, ist davon auszugehen, dass die Fehlmessungen infolge des seit Jahrzehnten bekannten, bei Lasermessverfahren möglichen Stufenprofil- oder Abgleiteffekts zustande gekommen ist.</p>
<p>Das Zustandekommen des Abgleiteffekts lässt sich wie folgt erklären:&nbsp; Das Messgerät bestimmt die Geschwindigkeit, indem es mithilfe ausgesendeter und wieder empfangener Laserstrahlen Entfernungen misst. Die Laserstrahlen werden in fixen Zeitabständen ausgesendet, sodass das Messgerät anhand der Abstandsveränderung in der Zeit zwischen den Laserimpulsen die Geschwindigkeit ermitteln kann.</p>
<p>Bei der Messung kann die Situation auftreten, dass die Reflexionen nicht alle von der gleichen Stelle des Fahrzeugs stammen, weil der Laserstrahl infolge minimaler Bewegungen des Messgeräts an der Kontur des Fahrzeugs abgleitet. In einem solchen Fall kann das Messgerät u. U. eine größere Abstandsveränderung zwischen den Einzelmessungen detektieren, als sie tatsächlich stattgefunden hat. Dies würde zur Anzeige eines zu hohen Geschwindigkeitswerts führen.</p>
<p>Dass solche Effekte prinzipiell möglich sind, ist seit Jahrzehnten allgemein bekannt.&nbsp; Die für die Zulassung der Messgeräte zuständige Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) hatte nämlich bereits Mitte der Neunzigerjahre bei der ersten Generation der Handlaser-Messgeräte eine modifizierte Software für die damaligen Handlaser-Messgeräte zugelassen, durch die schon damals mögliche Abgleiteffekte ausgeschlossen werden konnten.</p>
<p>Es verwundert insofern, dass auch bei einem aktuellen Messgerät bei der Nullmessung, d.h. dem Anmessen eines in Ruhe befindlichen Fahrzeugs oder Gegenstands, Geschwindigkeiten von bis zu 2 km/h auffällig wurden. Wie das obige Video zeigt, konnten bei der&nbsp; Durchführung einer Nullmessung auf ein um die Hochachse leicht verdrehtes Hinweisschild als Ziel sogar Geschwindigkeitsanzeigen von 4-6 km/h erzeugt werden. Bei den Versuchen war das Messgerät mit einer leichten Schwenkbewegung entlang der Kontur des Schildes bewegt worden. <br></p>
<p>Es ist somit festzuhalten, dass solche Effekte durch verschiedene Sachverständige im Rahmen von einfachen Versuchen erzeugt werden konnten. Es entsteht daher der Eindruck, dass die PTB ihre Versuche im Rahmen der Zulassung der Messgeräte&nbsp; selbst bei Kenntnis möglicher Fehlerquellen nicht in dem Umfang und Anzahl durchführt, wie es zum Ausschluss zumindest bereits bekannter Fehlermöglichkeiten erforderlich wäre.</p>
<p>Dies ist gerade bei Messsystemen kritisch zu sehen, die keinerlei Möglichkeiten einer nachträglichen Richtigkeitskontrolle bieten. Von einer Richtigkeit des Messwerts kann bei den Handlaser-Messgeräten nur dann ausgegangen werden, wenn angenommen wird, dass durch die Zulassung des Messgeräts die Messsicherheit gewährleistet werden kann. Dies ist bei dem Messgerät LTI 20/20 TruSpeed nach dem jetzigen Stand aber eben nicht sichergestellt. Das Messgerät LTI 20/20 TruSpeed würde sich damit in die Reihe der Messgeräte eso ES3.0 und LEIVTEC XV3 einreihen, für die ebenfalls nachgewiesen werden konnte, dass die Versuche im Rahmen der Zulassung nicht ausreichend waren, um die Messsicherheit unter allen alltäglichen Situationen sicherzustellen.</p>
<p>Die jetzige Situation beim Messgerät LTI macht erneut deutlich, wie wenig sinnvoll die in juristischen Kreisen weitverbreitete Auffassung ist, man könne bei einem standardisierten Messverfahren allein aufgrund der Zulassung, Eichung und dem Betrieb entsprechend der Gebrauchsanweisung von einer Messrichtigkeit ausgehen. Die Messfehler belegen vielmehr erneut, dass auch im standardisierten Messverfahren eine&nbsp; technisch fundierte Prüfmöglichkeit oder zumindest eine aussagekräftige Plausibilisierungsoption unbedingt erforderlich wäre.</p>
<p>Der ADAC hat im Rahmen umfangreicher Versuche zu Handlaser-Messgeräten bereits im Jahr 2005 festgestellt, dass es dringend anzuraten sei, die Handlaser-Messgeräte mit Dokumentationseinrichtungen auszurüsten. Dies wäre bei dem LTI-Messgerät problemlos möglich, da das Messgerät mit Dokumentationseinrichtung in anderen Ländern über eine eigene Zulassung verfügt.</p>
<p>Der Zulassungsinhaber hat allerdings bei einem Besuch in Österreich im Jahr 2021 mitgeteilt, dass er nach Rücksprache mit der Polizei in Deutschland darauf verzichtet habe, eine solche Zulassung hier zu beantragen. Die Polizei habe nämlich mitgeteilt, dass sie nur an Messgeräten ohne Dokumentationseinrichtung interessiert sei.</p>
<p>Während der Einsatz des Messgeräts LTI 20/20 TruSpeed zurzeit in Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Rheinland-Pfalz nicht zulässig ist, darf in Bayern oder Sachsen noch weiter gemessen werden. Es wird lediglich darauf hingewiesen, dass die Gebrauchsanweisung einzuhalten sei, was aber nicht mehr als eine allgemeine Voraussetzung für das standardisierte Messverfahren darstellt. Ob man von Messbeamten allerdings in jedem Fall einen in allen Punkten exakt der Gebrauchsanweisung entsprechenden Einsatz des Messgeräts voraussetzen kann, erscheint fraglich. <br></p>
<p>Aus technischer Sicht sollte ein Messgerät auf jeden Fall so gestaltet sein, dass es im realen Einsatz auch bei geringfügigen Abweichungen von der Gebrauchsanweisung noch sichere Messergebnisse liefert. <br></p>
<p></p>								</div>
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		<title>Aktueller Stand: Einstellung von Bußgeldverfahren infolge des Vorgehens der Polizei NRW (Stand 05/2024)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2023 16:55:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsmesstechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesem Blog wurde bereits im April 2022 berichtet, dass die Herausgabe der den Betroffenen nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zustehenden, für die Überprüfung von Gutachten benötigten Unterlagen seitens der Polzei NRW regelmäßig verweigert werden. Dies geschieht auf der Grundlage von&#160; Verfügungen&#160; des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW (LZPD), die von den Polizeidienststellen unabhängig [&#8230;]]]></description>
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									<p>In diesem Blog wurde bereits im April 2022 <a href="https://ib-stueckmann.de/verkehrsmesstechnik/behinderung-durch-verweigerung-des-lzpd/" target="_blank" rel="noopener">berichtet</a>, dass die Herausgabe der den Betroffenen nach der <a href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/11/rk20201112_2bvr161618.html;jsessionid=E1437DCE753A478C27F913809C7B214F.internet002" target="_blank" rel="noopener">Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts</a> zustehenden, für die Überprüfung von Gutachten benötigten Unterlagen seitens der Polzei NRW regelmäßig verweigert werden. Dies geschieht auf der Grundlage von&nbsp; Verfügungen&nbsp; des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW (LZPD), die von den Polizeidienststellen unabhängig von ihrer Sinnhaftigkeit befolgt werden müssen.</p>
<p>Obwohl der Behördenleitung des LZPD bereits vor deutlich mehr als zwei Jahren ausführlich&nbsp; erläutert worden ist, dass dessen Argumente teilweise auf nachweislichen Falschaussagen eines zuständigen Mitarbeiters und teilweise auf technisch nicht einmal ansatzweise nachzuvollziehenden Begründungen fußen, ist auch 27 Monate (Stand 05/2024) nach Einreichung der Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde noch keine Änderung der Vorgehensweise herbeigeführt worden. Seitens der Behördenleitung des LZPD wurde anlässlich der Beschwerde über die Untätigkeit im April 2024 mitgeteilt, dass sie die an Sie gerichtete Beschwerde bisher nicht direkt bearbeitet hätte.</p>
<p>An der Praxis hat sich bisher nichts geändert. So wird vom LZPD z.B.&nbsp; bis heute &#8211; sogar Gerichten gegenüber &#8211; behauptet, die Polizei sei nicht zur Herausgabe des zum Öffnen der PoliScan-Datensätze erforderlichen Schlüsseldatei (sog. Token) berechtigt. Dass es sich hierbei um eine Falschaussage handelt, ist dem LZPD spätestens seit der Dienstaufsichtsbeschwerde aus dem April 2022 bekannt. Dem LZPD liegt zudem eine E-Mail des Messgeräteherstellers vor, die klar belegt, dass der Gerätebetreiber sehr wohl berechtigt ist, frei über den Token zu verfügen.</p>
<p>Statt Fehlbewertungen zu korrigieren, dehnt das&nbsp; LZPD seine Verweigerungshaltung noch auf weitere Daten/Unterlagen und Tätigkeiten aus. Das LZPD bezieht sich bei all seinem zumindest technisch größtenteils nicht ansatzweise plausiblem Vorgehen auf einen Erlass des Innenministeriums. Ein solcher Erlass (zustande gekommen auf Basis der Berichte des LZPD) existiert wohl tatächlich, die Herausgabe wurde allerdings ebenso wie die Herausgabe der LZPD-Verfügungen mehrfach verweigert, weil es sich lt. Auskunft des LZPD um &#8222;interne Dokumente&#8220; handele. Inzwischen wurden die Verfügungen unter Bezugnahme auf das Informationsfreiheitsgesetz NRW erneut angefordert.</p>
<p>Falschaussagen eines Mitarbeiters des LZPD erfolgen nicht nur gegenüber Sachverständigen, sondern auch gegenüber Gerichten. So hat das LZPD in einem gerichtlichen Verfahren die Verweigerung der Herausgabe des Tokens mit einem Urteil des Landgerichts Arnsberg begründet. Der Urteilstext zeigte, dass dem Urteil die (anhand von Dokumenten nachgewiesen) falsche Auskunft des LZPD zugrunde lag, die Weitergabe des Token sei lizenzrechtlich problematisch. Diese bewusste Weitergabe von Falschinformationen wurde ebenfalls gerügt. Auch hierauf erfolgte über mehr als zwei Jahre keine Reaktion der Behördenleitung.&nbsp;</p>
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UnhideWhenUsed="true" Name="toc 9"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Normal Indent"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="footnote text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="annotation text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="header"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="footer"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="index heading"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="35" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="caption"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="table of figures"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="envelope address"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="envelope return"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="footnote reference"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="annotation reference"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="line number"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="page number"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="endnote reference"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="endnote text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="table of authorities"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="macro"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="toa heading"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Bullet"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Number"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Bullet 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Bullet 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Bullet 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Bullet 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Number 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Number 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Number 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Number 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="10" QFormat="true" Name="Title"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Closing"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Signature"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="1" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Default Paragraph Font"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" 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<w:LsdException Locked="false" Priority="22" QFormat="true" Name="Strong"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="20" QFormat="true" Name="Emphasis"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Document Map"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Plain Text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="E-mail Signature"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Top of Form"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Bottom of Form"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Normal (Web)"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Acronym"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Address"/><br />  <w:LsdException 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<w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="No List"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Outline List 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Outline List 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Outline List 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Simple 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Simple 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Simple 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Classic 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Classic 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Classic 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Classic 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Colorful 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Colorful 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Colorful 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 7"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 8"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 7"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 8"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table 3D effects 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table 3D effects 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table 3D effects 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Contemporary"/><br />  <w:LsdException 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SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true" Name="List Paragraph"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true" Name="Intense Quote"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 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<p>Es entsteht hier der Eindruck, dass seitens der Leitung des LZPD selbst bei Vorliegen aller für die Bewertung erforderlichen Unterlagen keinerlei Interesse daran besteht, selbst offensichtliches und nachvollziehbar belegtes Fehlverhalten der Mitarbeiter zu überprüfen und Beschwerdeführer über das Ergebnis der Prüfung in Kenntnis zu setzen.</p>
<p>Hinsichtlich der Herausgabe einer Messreihe hat das BVerfG mit dem zuvor verlinktem Beschluss nicht nur allgemein darauf hingewiesen, dass ein Betroffener oder sein Anwalt zu entscheiden haben, welche Unterlagen für die Überprüfung einer Messung benötigt werden, es wurde mit einem <a href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2021/05/rk20210504_2bvr027719.html" target="_blank" rel="noopener">weiteren Beschluss</a> zudem auch klargestellt, dass ein Betroffener ein Anrecht auf den Zugang zu den Messdaten hat. Auch das <a href="https://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/7575.htm" target="_blank" rel="noopener">Oberlandesgericht Düsseldorf</a> hat in der Sache IV &#8211; 3 RBs 82/22 festgestellt, dass die Verweigerung der Herausgabe der Messreihe an einen Betroffenen eine Verletzung des Verfassungsrechts des Betroffenen auf ein faires Verfahren darstellt, sofern die Notwendigkeit der Herausgabe dargelegt wird.</p>
<p>Diese Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des OLG Düsseldorf wird von der Polizei Nordrhein-Westfalen beharrlich ignoriert. Messreihen werden von der Polizei selbst bei umfassendster Begründung der Erforderlichkeit der Herausgabe grundsätzlich nicht an Betroffene oder deren Verteidiger, sondern nur auf einen förmlichen richterlichen Beschluss hin dem Gericht zur Verfügung gestellt. Diese willkürliche Vorgehensweise&nbsp; wird selbst dann beibehalten, wenn der Polizei seitens der Gerichte mitteilt wird, dass ein solcher Beschluss nicht erlassen werde, weil die StPO einen solchen nicht vorsehe.</p>
<p>Darüber hinaus ist zu beobachten, dass sich das LZPD regelmäßig weigert, gerichtlichen Beschlüsse zur Herausgabe bestimmter Unterlagen Folge zu leisten. Auch dies wurde gerügt. Die Behördenleitung des LZPD sieht allerdings keinen Anlass, grundsätzliche Änderungen herbeizuführen. Die Behördenleitung des LZPD hält es offenbar für einen vollkommen normalen Vorgang, dass Polizeibeamte gerichtliche Beschlüsse missachten. Zumindest so lange, bis ein Gericht &#8211; wie in zwei Verfahren unter Beteiligung des Blogautors geschehen &#8211; die Beschlagnahme der Unterlagen androht, deren Herausgabe das LZPD eigenmächtig und entgegen der vorhergehenden gerichtlichen Beschüsse verweigert hat. Im Rahmen der Verfahren war es dann nach der Androhung der Bschlagnahme/Durchsuchung dann plötzlich doch möglich, die für die Bewertung der Messung erforderlichen Unterlagen trotz der willkürlichen Verfügungen des LZPD herausgegeben.&nbsp;</p>
<p>Das LZPD ist&nbsp; auch noch in anderen Punkten kreativ und hat sich noch weitere, sowohl dem Tenor der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts als auch den objektiven technischen Gegebenheiten sowie auch den technischen Unterlagen zu den Messgeräten&nbsp; entgegenstehende,&nbsp; technisch vollkommen sinnfreie Verfügungen&nbsp; erdacht und an die Dienststellen weitergeleitet.</p>
<p>So wird Sachverständigen zum Beispiel untersagt, den Schlüssel von eso-Messgeräten am Display abzufotografieren. In der Gebrauchsanweisung des Messgeräts ist aber beschrieben, dass es zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Signatur der Datensätze, d.h. der Prüfung der Manipulationsfreiheit, allgemein erforderlich ist, den in den Messdatensatz integrierten Schlüssel mit dem entsprechenden Schlüssel am Messgerät zu vergleichen. Auch die Möglichkeit des Abfotografierens des Schlüssels am Display ist in der Gebrauchsanweisung beschrieben. Der Vergleich mit dem Geräteschlüssel ist dabei erforderlich, um jegliche Manipulationen ausschließen zu können. Bei der Signaturprüfung im Rahmen der Auswertung wird nur mit dem an den Datensatz angehängten Schlüssel geprüft. Eine Prüfung der Authenzität des Datensatzes ist nur anhand des Vergleichs mit dem Schlüssel vom Messgerät möglich.</p>
<p>Gründe für das Verbot des Fotografierens sind nicht ersichtlich und werden grundsätzlich auch auf Nachfrage nicht genannt. Das LZPD entscheidet damit nicht nur entgegen den klaren Vorgaben der Gebrauchsanweisung, sondern offensichtlich erneut willkürlich. Vergleicht man (was seitens des LZPD zugestanden wird) den Schlüssel auf dem Display des Messgeräts mit dem in den Datensatz integrierten Schlüssel (der beliebig angezeigt und ausgedruckt werden kann, solange man das über das dafür erforderliche Auswerteprogramm verfügt), so hat man im Falle der Übereinstimmung den Schlüssel des Geräts schwarz auf weiß vor sich. Warum es vor diesem Hintergrund problematisch sein sollte, den somit ohnehin bekannten Schlüssel zu Dokumentationszwecken abzufotografieren, ist für Personen mit technischem Basiswissens unverständlich. Ausnahmen stellen da nur die &#8222;Fachleute&#8220; des LZPD in Preson der Mitarbeiter der Abteilung 25.4 sowie des Datenschutzbeauftragten dar. Es erscheint bedenklich, dass solch objektiver Unsinn in Kenntnis der Unsinnigkeit von der Behördenleitung gedeckt wird.</p>
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SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Bullet 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Number 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Number 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Number 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Number 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="10" QFormat="true" Name="Title"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Closing"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Signature"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="1" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Default Paragraph Font"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text Indent"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Continue"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Continue 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Continue 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Continue 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Continue 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Message Header"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="11" QFormat="true" Name="Subtitle"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Salutation"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Date"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text First Indent"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text First Indent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Note Heading"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text Indent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text Indent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Block Text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Hyperlink"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="FollowedHyperlink"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="22" QFormat="true" Name="Strong"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="20" QFormat="true" Name="Emphasis"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Document Map"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Plain Text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="E-mail Signature"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Top of Form"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Bottom of Form"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Normal (Web)"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Acronym"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Address"/><br />  <w:LsdException 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<w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="No List"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Outline List 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Outline List 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Outline List 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Simple 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Simple 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Simple 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Classic 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Classic 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Classic 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Classic 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Colorful 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Colorful 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Colorful 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 7"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 8"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 7"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 8"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table 3D effects 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table 3D effects 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table 3D effects 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Contemporary"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Elegant"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Professional"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Subtle 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Subtle 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Web 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Web 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Web 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Balloon Text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Theme"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true" Name="List Paragraph"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true" Name="Intense Quote"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true" Name="Subtle Emphasis"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true" Name="Intense Emphasis"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true" Name="Subtle Reference"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true" Name="Intense Reference"/><br />  <w:LsdException 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<p>Die&nbsp; &#8211; wie übliche ohne jegliche Begründung verfügte &#8211; Untersagung des Fotografierens des Schlüssels führt dazu, dass ein Sachverständiger seiner Dokumentationspflicht nicht nachkommen kann. Da eine Messung ohne den Nachweis der ordnungsgemäßen Signatur grundsätzlich technisch nicht verwertbar ist, sollte man im Falle der Verweigerung der Herausgabe des Schlüssels darauf bestehen, dass das Gericht sich in der Sitzung von der Ordnungsmäßigkeit des Schlüssels überzeugt. Dies ist in verschiedenen Verfahren bereits geschehen, indem das Gericht sich das Messgerät von einem Messbeamten im Sitzungstermin hat vorführen und sich dort den Schlüssel hat anzeigen lassen.</p>
<p>Auch bei anderen Geräten wird seitens des LZPD ein Zugriff untersagt. Im Rahmen eines gerichtlichen Gutachtenauftrags&nbsp; war bereits mit der Dienststelle der Polizei ein Termin zum Auslesen des Schlüssels an einem Radarmessgerät abgesprochen worden. Nachdem das LZPD davon Kenntnis erhalten hatte, wurde der Zugriff untersagt. Auch in diesem Fall wurde die Untersagung des Zugriffs selbst auf Anfrage nicht begründet.</p>
<p>Eine weitere&nbsp; Verfügung des LZPD bezieht sich auf die nach § 31 Abs. 2 Nr. 4 MessEG vorgeschriebene Aufbewahrung aller die Tätigkeiten am Messgerät betreffenden Dokumente. Die Verkehrskommissariate der Städte Bielefeld und Münster haben auf die Anforderungen von Unterlagen im Rahmen von Bußgeldverfahren auf Basis einer weiteren Verfügung des LZPD argumentiert, dass es bzgl. der Sammlung der das Gerät betreffenden Unterlagen (üblicherweise als Lebensakte oder Geräteakte bezeichnet)&nbsp; keine Vorschriften bezüglich der Form der Aufbewahrung der Dokumente gäbe. Dies ist korrekt. Auf dieser Grundlage wurde seitens des LZPD dann aber verfügt,&nbsp; es könnten keine schriftlichen Auskünfte mehr erteilt werden und es seien nur noch mündliche Auskünfte möglich. Wie man auf eine solche Idee kommen kann und was mit einer solchen Verfügung bezweckt werden soll, bleibt aufgrund der wie grundsätzlich nicht für erforderlich erachtetenBegründung das Geheimnis des LZPD.</p>
<p>Da aus langjähriger Zusammenarbeit mit den Dienststellen der Polizei bekannt ist, dass die die Messgeräte betreffenden Dokumente beim Eichlabor des LZPD sehr sorgfältig geführt werden, dort natürlich in schriftlicher Form vorliegen und Sachverständigen in den letzten 10 Jahren Jahre in zig Verfahren regelmäßig zur Verfügung gestellt worden sind, stellt sich die Frage, warum dies auf einmal nicht mehr möglich sein sollte. Auch hier verhindern die technisch sinnfreien Verfügungen des LZPD, dass Sachverständige ihrer Dokumentationspflicht nachkommen können.</p>
<p>Generell ist festzustellen, dass mit den zuständigen Mitarbeitern der Fachabteilung des LZPD kein Austausch über die zuvor beschriebenen Problematik möglich ist, da seitens der Abteilung 25.4 des LZPD und des Datenschutzbeauftragten objektive technische Gegebenheiten ignoriert werden, sofern sie der Meinung de LZPD widersprechen. Auch die wiederum mit Zustaimmung der Behördenleitung.&nbsp;</p>
<p>Zudem halten es die Mitarbeiter des LZPD regelmäßig für geboten, Gerichte über das juristische und Sachverständige über das aus ihrer Sicht einzig wahre technische Vorgehen zu belehren. Dieses Verhalten wird seitens der Behördenleitung offenbar als korrekt erachtet, da von dort trotz der seit mehr als zwei Jahren vorliegenden offiziellen und ausführlich begründeten Beschwerden nichts gegen&nbsp; die zumindest teilweise rechtlich und technisch unhaltbaren Verfügungen unternommen worden ist. Es scheint seitens der Leitung des LZPD die Zugehörigkeit zur Polizei als wesentliches Kompetenzkriterium erachtet zu werden und nicht die tatsächlichen Fähigkeiten zur Bewertung technischer und rechtlicher Aspekte. Und dies obwohl dem LZPD detaillierte Stellungnahmen dazu vorliegen, dass die gerade die technischen Aussagen der Fachabteilungen regelmäßig selbst&nbsp; allereinfachste Grundkenntnisse vermissen lassen. &nbsp;</p>
<p>So wird z.B. die Verweigerung der Herausgabe der Schlüssel für das Messgeräte PoliScan nach wie vor selbst dann verweigert, wenn die Herausgabe mit einem expliziten gerichtlichen Beschluss gefordert wird.&nbsp; Darüber hinaus wird von der Polizei NRW auch aktuell teilweise noch behauptet, Schulungsnachweise für das Auswertepersonal würden nicht benötigt, obwohl sich aus den Ausführungen der PTB das Gegenteil ergibt und dies dem LZPD schon vor Monaten zur Kenntnis gegeben worden ist. Dem LZPD wurde dabei ein Schriftstück der PTB übermittelt, mit dem die PTB klargestellt hat, dass unter Bedienpersonal der Messgeräte sowohl das Mess- als auch das Auswertepersonal zu verstehen ist.</p>
<p>Das eigenmächtige Verhalten des LZPD ging in zumindest einem Fall sogar so weit, dass eine Dienststelle von einem LZPD-Mitarbeiter angewiesen wurde, die im Zusammenhang mit einem gerichtlichen Verfahren im Rahmen eines zwischen der Dienststelle und dem Sachverständigen abgesprochenen und gemeinsam durchgeführten Ortstermins erstellten Beweismittel in Form von Vergleichsmessdatensätzen zu löschen, ohne zuvor mit dem zuständigen Sachverständigen oder dem beauftragenden Gericht Rücksprache zu halten. Auch hier wurde wie üblich auch auf Nachfrage eine Begründung verweigert. Auch der Fall der willkürlichen Vernichtung von Beweismitteln ist der Behördenleitung bereits seit mehr als einem Jahr bekannt, ohne dass eine Reaktion erfolgt ist. Die diesbzgl. Dienstaufsichtsbeschwerde wurde trotz mehrfacher Nachfrage nicht einmal beantwortet. </p>
<p>Das sowohl in technischen als auch juristischen Kreisen nicht nachzuvollziehende Verhalten des LZPD in Form der Verweigerung der Herausgabe der verschiedenen Daten und Unterlagen bzw. der Untersagung der zwangsläufig erforderlichen Zugriffe auf die Messgeräte führt in ganz NRW inzwischen regelmäßig zu Einstellungen. Offenbar stellen sich die Entscheidungsträger beim LZPD nach wie vor nicht&nbsp; die Frage, ob es im Sinne der vielbeschworenen Verkehrssicherheit ist, wenn Verfahren&nbsp; allein aufgrund ihrer teils willkürlich erscheinenden und in vielen Fällen weder technisch noch rechtlich nachvollziehbaren Verfügungen eingestellt werden.</p>
<p>Obwohl die zuvor angesprochenen Sachverhalte dem LZPD mit offiziellen Beschwerden erstmalig bereits von 27 (!!!) Monaten zur Kenntnis gegebenen wurden, ist mit Ausnahme von Zwischenberichten unterer Ebenen, nach denen &#8222;geprüft&#8220; werde, keinerlei Reaktion der Behördenleitung erfolgt. Wegen der Untätigkeit der Behördenleitung wurde Mitte April 2024 nachgefragt. Es wurde seitens der Behördenleitung mitgeteilt, dass die an die Behördenleitung gerichteten Beschwerden dort bisher nicht zur Kenntnis genommen, sondern nur auf den unteren Ebenen geprüft worden sind. Es wurde seitens der Behördenleitung inzwischen zwar zugesagt, sich der Sachverhalte anzunehmen, es wird aber keine Notwendigkeit gesehen, zumindest die auf den ersten Blick bzw. auch ohne Fachkenntnisse erkennbar unsinnigen Verfügungen sofort außer Kraft zu setzen.&nbsp;</p>
<p>Auch ist die Behördenleitung der Meinung, es bedürfte grundsätzlich&nbsp; einer Rücksprache mit den Fachabteilungen, bevor die Sachverhalte bewertet werden können. Diese Aussage mag im Hinblick auf komplexe technische Fragestellungen noch einigermaßen verständlich sein. Es sollte aber aus diessetiger Sicht im Interesse der Leitung einer Behörde liegen, klar belegtes und aus sich heraus zu beurteilendes Fehlverhalten von Mitarbeitern&nbsp; wie das regelmäßige Missachten von Gerichtsbeschlüssen, Falschaussagen gegenüber Gerichten, das Vernichten von Beweismitteln oder das ebenso willkürliche Fordern von nach der StPO nicht vorgesehenen Gerichtsbeschlüssen umgehend zu bewerten und ggfs. abzustellen.</p>
<p>An einer objektiven Bewertung der gerügten Sachverhalte scheint das LZPD zudem generell nicht interessiert zu sein. Es verlässt sich nämlich trotz der vorliegenden Nachweise der begrenzten technischen Kompetenz der Mitarbeiter, die die zuvor beschrieben Sachverhalte zu verantworten haben, ausschließlich auf deren technische Expertise. Es wird bei der Bewertung der gerügten Sachverhalte bewusst darauf verzichtet, technisch kompetente Fachleute heranzuziehen und sich beraten zu lassen. Offenbar gilt die Qualifikation &#8222;Polizeibeamter&#8220; trotz vielfach nachgewiesener, selbst einfachste Grundkenntnisse vermissen lassender technischer Inkompetenz für die Leitung der Polizei in NRW als ausreichender Kompetenznachweis .</p>
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		<title>Die PTB: Glaubwürdigkeit geht anders</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2022 14:59:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsmesstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[MessEG]]></category>
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					<description><![CDATA[Die die auf dem deutschen Markt eingesetzten Messgeräte für Geschwindigkeitsmessungen im Straßenverkehr und Rotlichtüberwachung sind sämtlich von der PTB (Physikalisch Technische Bundesanstalt) zugelassen bzw. auf ihre Konformität geprüft. Damit beeinflusst das Verhalten der PTB bei der Zulassung maßgeblich auch die Abläufe in allen OWi-Verfahren im Zusammenhang mit solchen Messungen. Gerade von den Bußgeldrichterinnen/Bußgeldrichtern wird die [&#8230;]]]></description>
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									<p>Die die auf dem deutschen Markt eingesetzten Messgeräte für Geschwindigkeitsmessungen im Straßenverkehr und Rotlichtüberwachung sind sämtlich von der PTB (Physikalisch Technische Bundesanstalt) zugelassen bzw. auf ihre Konformität geprüft. Damit beeinflusst das Verhalten der PTB bei der Zulassung maßgeblich auch die Abläufe in allen OWi-Verfahren im Zusammenhang mit solchen Messungen.</p>
<p>Gerade von den Bußgeldrichterinnen/Bußgeldrichtern wird die PTB regelmäßig als “letzte Instanz“ im Hinblick auf technische Fragestellungen angesehen.</p>
<p>Wie auf der Website der VUT Sachverständigen-GmbH <a href="https://vut-verkehr.de/downloads/2022-11-16%20Nur%20Rohmessdaten.pdf" target="_blank" rel="noopener">dargestellt</a>, konnte nachgewiesen werden, dass die von der PTB zugelassene, aktuelle Auswertesoftware für das Messgerät eso ES 8.0 “<em>über einen Algorithmus verfügt, der nach Abschluss der Messung (also nachdem der geeichte Messwert existiert) Rohmessdaten auf das Vorhandensein von LED-Einflüssen überprüft und entsprechende Verwertungen (unter Umständen) unterdrückt</em>.“</p>
<p>Die Zulassung einer solchen Software verwundert insofern, als das sich aus den auf der PTB-Website verlinkten, allgemein zugänglichen Stellungnahmen ergibt, dass die PTB sowohl die Möglichkeit des Zustandekommens von <a href="https://vut-verkehr.de/downloads/Optische%20Taeuschung%20-%20Schneller%20dank%20LED.pdf" target="_blank" rel="noopener">LED-Fehlmessungen</a> bei dem Messsystem <a href="https://oar.ptb.de/files/download/5eda21b54c93905a44003116" target="_blank" rel="noopener">bestreitet</a> als auch behauptet, <a href="https://oar.ptb.de/files/download/61839672d32e0000610025eb" target="_blank" rel="noopener">Rohmessdaten</a> könnten nicht sinnvoll zur Überprüfung einer Messung herangezogen werden.</p>
<p><strong>Die PTB hat dementsprechend aktuell eine Software zugelassen, die mithilfe der nach der Auffassung der PTB dazu ungeeigneten Rohmessdaten einen Effekt beseitigt, dessen Existenz die PTB pauschal bestreitet.</strong></p>
<p>Angesichts eines solch widersprüchlichen Verhaltens ist es kritisch zu sehen, dass insbesondere die OWi-Richterinnen und Richter die Stellungnahmen der PTB von vornherein als wahr und technisch korrekt ansehen. Das zweifelhafte Vorgehen der PTB belegt überdeutlich die Notwendigkeit, die Ausführungen der PTB genauso kritisch zu hinterfragen wie diejenigen der seriösen Sachverständigen.</p>
<p>Bisher ist aber nur der Verfassungsgerichtshof des Saarlands so vorgegangen. In dem Verfahren Lv 7/17 (&#8222;Rohmessdaten-Urteil&#8220;) hat das Gericht nicht ungeprüft die Sichtweise der PTB übernommen. Es wurden vielmehr ein&nbsp; Verkehrsmesstechnik-Sachverständiger, ein Uni-Professor für Messtechnik und ein Mitarbeiter der PTB angehört und die Beurteilung des Sachverhalts anschließend auf Basis der Ergebnisse der unterschiedlichen Bewertungen der drei Sachverständigen vorgenommen.</p>
<p>Es ist nachgewiesen, dass auch als standardisiert angesehene Messverfahren unter bestimmten Voraussetzungen <a href="https://ib-stueckmann.de/verkehrsmesstechnik/fehlmessungen-trotz-zulassung-und-eichung/" target="_blank" rel="noopener">fehlerhafte Messergebnisse</a> liefern können. Und zwar in einem solchen Umfang, dass das Messgerät LEIVTEC XV3 (mit dem der juristischen Definition nach über mehr als 10 Jahre Messungen im Rahmen des standardisierten Messverfahrens möglich waren!)&nbsp; infolge massiver <a href="https://www.iqvmt.de/LeivtecXV3.html" target="_blank" rel="noopener">Messfehler</a> vom Markt genommen wurde und heute aufgrund der Messfehler auch nicht mehr eichfähig ist. Die PTB hat die durch Sachverständige aufgedeckten, zu den Fehlmessungen führenden Randbedingungen bei ihrer Zulassung schlicht nicht berücksichtigt.</p>
<p>Kein Mensch und keine Institution ist dazu in der Lage, alle Eventualitäten im Vorhinein zu bedenken. Dieser Sachverhalt und die zuvor beschriebenen aktuell bekannt gewordenen und wesentliche technische Aspekte betreffenden Ungereimtheiten bei der Zulassung der Auswertesoftware durch die PTB zeigen unzweifelhaft, dass es aus technischer Sicht offensichtlich unangebracht ist, sich bei der Bewertung einer Messung allein auf das standardisierte Messverfahren zu berufen, so wie dies in den OWi-Verfahren in der Regel geschieht.</p>
<p>Die Erfahrungen mit den Messfehlern bei den&nbsp; eso-Einseitensensoren und LEIVTEC XV3 belegen eindrucksvoll, dass durch die Prüfung eines Messgeräts durch die PTB die wesentliche Voraussetzung für die Zulassung, nämlich die Einhaltung der Verkehrsfehlergrenzen, nicht unter allen Umständen sichergestellt werden kann. In Kenntnis dieses Sachverhalts erscheint es technisch und auch rechtlich unangemessen,&nbsp; die Integration aller die Transparenz einer Messung gewährleistenden Faktoren in die Messdatensätze&nbsp; zu verbieten.</p>
<p>Es ist vielmehr zwingend erforderlich, Messungen so zu gestalten, dass sie transparent und nachvollziehbar sind, anstatt eine effektive Prüfbarkeit durch vorrangig auf vollkommene Intransparenz ausgelegte Zulassungsbedingungen konsequent zu unterbinden. </p>
<p>Es wäre insofern sinnvoll, wenn sich die PTB bei ihren Prüfungen zuzulassender Messgeräte auf Ihre eigentliche Aufgabe beschränken würde, nämlich die Prüfung der einzuhaltenden Bedingungen. Stattdessen erlässt die PTB über den von ihr geprägten Regelermittlungsausschuss&nbsp; Anforderungen, die eine Speicherung von bestimmten, die Transparenz gewährleistenden Messdaten verbieten. Diese Vorgehensweise ist insofern problematisch, als dass die Untersagung der eine Transparenz gewährleistenden Daten in die Messdatensätze nicht nachvollziehbar begründet wird und vor allem das MessEG die von der PTB untersagte Speicherung solcher Daten <a href="https://trid.trb.org/view/1758161" target="_blank" rel="noopener">ausdrücklich zulässt</a>. </p>
<p></p><br>								</div>
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		<title>Behinderung der gutachterlichen Tätigkeit durch die Vorgaben des LZPD NRW</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Apr 2022 19:24:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsmesstechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Verweigerung der Herausgabe der von Gutachtern benötigten Unterlagen/Daten durch das LZPD NRW führt in OWi-Verfahren inzwischen regelmäßig zu Einstellungen. Mit Beginn des Jahres 2022 sind die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen auf Direktive des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) NRW dazu übergegangen, verschiedene für die Erstellung eines aussagekräftigen Gutachtens zwangsläufig erforderlichen Unterlagen/Daten nicht mehr herauszugeben. [&#8230;]]]></description>
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									<p>Die Verweigerung der Herausgabe der von Gutachtern benötigten Unterlagen/Daten durch das LZPD NRW führt in OWi-Verfahren inzwischen regelmäßig zu Einstellungen.</p>
<p>Mit Beginn des Jahres 2022 sind die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen auf Direktive des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) NRW dazu übergegangen, verschiedene für die Erstellung eines aussagekräftigen Gutachtens zwangsläufig erforderlichen Unterlagen/Daten nicht mehr herauszugeben. Die Herausgabe der in den letzten Jahren problemlos zugänglichen Daten/Unterlagen wird teilweise selbst dann verweigert, wenn ein konkreter gerichtlicher Beschluss vorliegt.</p>
<p>In einem Fall wurde z.B. dem Sachverständigen trotz Vorliegens eines diesbezüglich konkreten Gerichtsbeschlusses der Zugriff auf ein Handlaser-Messgerät verweigert, das unbedingt für die Durchführung eines Versuches benötigt wurde. Ohne diesen Versuch konnte die wesentliche Frage des Gerichts nicht beantwortet werden. Erst nach Intervention der Staatsanwaltschaft lenkte die Polizei dann doch noch ein und gewährte Zugang zu dem Messgerät.</p>
<p>Die Verweigerung der Herausgabe betrifft in letzter Zeit &#8211; zumindest sofern das LZPD NRW eingeschaltet wird &#8211; grundsätzlich die zum Öffnen der Datensätze in den Auswerteprogrammen erforderlichen Schlüssel (Software-Token bei PoliScanSpeed oder pk-Datei bei Messgeräten der Firma Jenoptik) und die Geräteakte.</p>
<p>Unabhängig von der Frage, ob die Polizei überhaupt die Ausführung eines gerichtlichen Beschlusses verweigern darf, ist das Vorgehen schon allein insofern nicht nachzuvollziehen, als dass die Begründungen technisch nicht nachzuvollziehen sind und teilweise sogar auf Unwahrheiten beruhen.</p>
<p>Bezüglich der zum Öffnen der Datensätze erforderlichen Schlüsseldateien bei PoliScanSpeed-Messgeräten wurde dem Ingenieurbüro Stückmann seitens der zuständigen Abteilung des LZPD NRW beispielsweise mitgeteilt, diese dürften nicht zur Verfügung gestellt werden, weil dies vom Hersteller untersagt worden sei und im Falle eines Verstoßes Konventionalstrafen drohen würden. Vom Hersteller wurde dagegen auf Nachfrage schriftlich bestätigt, dass solche vertraglichen Absprachen nicht existieren.</p>
<p>Außerdem hat das Ingenieurbüro Stückmann schon von verschiedenen Verkehrskommissariaten die Information erhalten, sie hätten von der LZPD NRW mitgeteilt bekommen, die Schlüsseldateien bei PoliScanSpeed könnten nicht herausgegeben werden, weil Datenschutzgründe dagegen sprächen und für die Gutachter zudem die Möglichkeit bestände, einen zeitlich begrenzten “Gutachter-Token“ bei den Eichbehörden anzufordern.</p>
<p>Auch hierbei handelt es sich um eine Falschinformation. Es existiert kein “Gutachter-Token“. Die bei den Eichämtern hinterlegten Token entsprechen denjenigen der Gerätebetreiber. Schon allein aus diesem Grund ist das Datenschutz-Argument nicht überzeugend. Darüber hinaus haben die Token für sich betrachtet keinerlei Funktion. Sie können allein dazu genutzt werden, um die &#8211; und nur die &#8211; mit den korrespondierenden Messgeräten erstellten Datensätze im Auswerteprogramm zu öffnen.</p>
<p>Die von der LZPD vertretene, auf einer ebenso wenig nachzuvollziehenden Stellungnahme der PTB fußende Auffassung, die Geräteakte könne keinen Beitrag im Hinblick auf die Bewertung einer Einzelmessung liefern, ist objektiv falsch. Die Auffassung der PTB wird ausführlich im <a href="https://ib-stueckmann.de/allgemein/erforderlichkeit-der-lebensakte">Blogbeitrag</a> zur Bedeutung der Geräteakte auf dieser Website beleuchtet und anhand von konkreten Beispielen widerlegt.</p>
<p>Die Prüfung einer Messung ist nach der <a href="https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/4/92/4-627-92.pdf" target="_blank" rel="noopener">Rechtssprechung des BGH</a> auch im Rahmen des standardisierten Messverfahrens erforderlich, wenn konkrete Anhaltspunkte für Messfehler im Raum stehen. Werden daher seitens eines Betroffenen oder seines Anwalts konkrete Mängel geltend gemacht, so muss sich der Tatrichter von der Zuverlässigkeit der Messung überzeugen.</p>
<p>Wenn dies durch die Einholung eines Gutachtens geschehen soll, ist es geradezu abenteuerlich, dass Polizeibeamte den Standpunkt vertreten, sie könnten einem Sachverständigen nur diejenigen Daten/Unterlagen zur Verfügung stellen, die sie selbst für erforderlich halten und sich dabei sogar wiederholt gerichtlichen Beschlüssen widersetzen.</p>
<p>Durch das Verhalten der Polizei NRW wird die nach der Rechtssprechung des BGH, der aktuellen Entscheidung des <a href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/11/rk20201112_2bvr161618.html" target="_blank" rel="noopener">BVerfG</a> und auch der Meinung der Tatrichter erforderliche Prüfung der Messungen verhindert. Da die Verweigerungshaltung des LZPD nicht nur der Rechtssprechung widerspricht, sondern zudem auch mit nachweislich falschen und&nbsp; technisch insgesamt widersinnigen Aussagen begründet worden ist, wurde Ende April 2022 Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde eingelegt. Diese ist bis heute unbeantwortet. Nach einem Zwischenbescheid von Anfang August 2022 werden die Einwände von den Fachabteilungen des LZPD in Abstimmung mit dem Innenministerium geprüft.<br></p>
<p>Die offiziellen Beschwerden waren&nbsp; geboten, da die aus der Verweigerungshaltung der Polizei ergebende Unmöglichkeit der Prüfung der Messung schon in mehreren OWi-Verfahren zu Einstellungen geführt hat. Unabhänigig davon, dass die Verweigerungshaltung des LZPD der Rechtssprechung des BVerG widerspricht und aus technischer Sicht geradezu abenteuerlich absurd begründet wird, sollten sich die Polizeibehörden fragen, ob es im Sinne der immer wieder ins Feld geführten Verkehrssicherheit ist, wenn Verfahren eingestellt werden.<br></p>								</div>
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		<title>Die Befundprüfung &#8211; theoretisch ok, praktisch aber nicht durchführbar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2022 16:08:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsmesstechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Bundesverband Verkehrssicherheitstechnik e.V. (BVST), d.h. die Lobbyvereinigung der Messgerätehersteller, vertritt in ihrer über die BVST-Website zugängigen Veröffentlichung “Rohmessdaten in der amtlichen Verkehrsüberwachung“ die Auffassung, dass die Rohmessdaten für eine aussagekräftige Untersuchung einer Einzelmessung nicht erforderlich seien. Begründet wird dies mit der Möglichkeit, eine Befundprüfung durch die Eichbehörden vornehmen zu lassen. Diese Sichtweise hat Eingang [&#8230;]]]></description>
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									<p>Der Bundesverband Verkehrssicherheitstechnik e.V. (BVST), d.h. die Lobbyvereinigung der Messgerätehersteller, vertritt in ihrer über die BVST-Website zugängigen Veröffentlichung “<a href="https://bvst-berlin.de/content/3-aktuelles/3-rohmessdaten-in-der-amtlichen-verkehrsueberwachung/2021-01-15_final-bvst-fachinfo-1-2020_rohmessdaten.pdf" target="_blank" rel="noopener">Rohmessdaten in der amtlichen Verkehrsüberwachung</a>“ die Auffassung, dass die Rohmessdaten für eine aussagekräftige Untersuchung einer Einzelmessung nicht erforderlich seien. Begründet wird dies mit der Möglichkeit, eine Befundprüfung durch die Eichbehörden vornehmen zu lassen.</p><p>Diese Sichtweise hat Eingang in die Rechtsprechung gefunden. So hat das OLG Düsseldorf mit den Beschlüssen vom 10.01.2019 &#8211; <a href="https://openjur.de/u/2184907.html" target="_blank" rel="noopener">2RBs 1/19</a> sowie vom 10.03.2020 &#8211; <a href="https://openjur.de/u/2200348.html" target="_blank" rel="noopener">2RBs 30/20</a> &#8211; festgestellt, dass die Rohmessdaten nicht benötigt würden. Nach dem Eichrecht könne nämlich ein Befundprüfung durchgeführt werden. Damit wäre prüfbar, ob ein geeichtes bzw. eichfähiges Messgerät die Verkehrsfehlergrenzen einhält und den sonstigen Anforderung der Zulassung entspricht.</p><p>Wie schon im Blogbeitrag zur <a href="https://ib-stueckmann.de/allgemein/befundpruefung-grundlagen/">Erläuterung der Befundprüfung</a> dargestellt, bietet das Eichrecht tatsächlich die Möglichkeit einer Befundprüfung.  Bis zur Einführung des Mess- und Eichgesetzes im Jahr 2015 war die Befundprüfung im Hinblick auf eine Richtigkeitskontrolle in der Verkehrsmesstechnik allerdings sinnfrei. Sie entsprach nämlich hinsichtlich ihres Umfanges dem einer Eichung. Somit konnten bei einem geeichten  Messgerät ohne technische Mängel prinzipiell keine Fehler festgestellt werden. Inzwischen haben sich die Anforderungen an die Befundprüfung mit dem Inkrafttreten des MessEG geändert. Es ist jetzt nämlich die Verwendungsituation zu berücksichtigen.</p><p>Vom Ingenieurbüro Stückmann wurde im Jahr 2021 im Rahmen eines Gerichtsauftrages bundesweit erstmalig eine Befundprüfung beantragt. Gemäß dem Gerichtsbeschluss sollte die Richtigkeit der Geschwindigkeitsmessung mit einem Handlasermessgeräts des Typs Riegl LR 90/235 P geprüft werden sollte. Da die Messungen dieses Messgeräts weder fotografisch noch filmisch dokumentiert und auch keine Rohmessdaten gespeichert werden, kann die Messung weder direkt noch indirekt geprüft oder plausibilisieren werden. Die Befundprüfung stellt insofern die einzige Möglichkeit dar, um überhaupt eine Aussage zur Messrichtigkeit treffen zu können.</p><p>Die Befundprüfung wurde im Mai 2021 beantragt. Dabei wurde zunächst einmal mit der Eichbehörde geklärt, wie die nach dem Gesetz erforderte Berücksichtigung der Verwendungsituation zu erfolgen hat. Das Eichamt war nach einigen Diskussionen mit der vom Sachverstädigen vorgeschlagenen Vorgehensweise einverstanden. Die Befundprüfung sollte die  Messsituation möglichst genau nachstellen, d.h. mit dem Fahrzeug des Betroffenen auf dem gleichen Geschwindigkeitsniveau durchgeführt werden. Parallel zur Messung mit dem zu betrachtenden Messgerät wird die Geschwindigkeit im Messbereich zusätzlich mit einer Referenzmessanlage bestimmt.</p><p>Es ergaben sich dann erhebliche Verzögerungen  bei der Beschaffung der Referenzmessanlage. Da eine Befundprüfung eines Geschwindigkeitsmessgeräts in dem sich aus dem MessEG ergebenden Umfang bundesweit bisher noch nicht in einem Fall durchgeführt worden ist, verfügt keine der Eichbehörden in Deutschland über eine Referenzmessanlage.</p><p>Nach Rücksprache der Eichbehörden mit der PTB wurde abgelehnt, ein mit geringem Aufwand am zu messenden Fahrzeug anzubringendes und beispielsweise von der Automobilindustrie eingesetztes GPS-Geschwindigkeitsmesssystem als Referenzmessanlage zu verwenden. Solche Messgeräte erreichen zwar extrem hohe Genauigkeiten von bis zu 0,02 % des Messwertes, sind aber aufgrund der Unzugänlichkeit der Satelliten nicht “rückführbar“. Aus diesem Grund können solch hochgenaue Messgeräte nach einem Rechtsgutachten der PTB nicht für die Befundprüfung eingesetzt werden.</p><p>Erst im Oktober 2021, d.h. fast fünf Monate nach der erstmaligen Kontaktaufnahme mit den Eichbehörden, stand dann fest, dass die PTB der Eichbehörde ein Messsystem mit Drucksensoren als Referenzmesssystem anbietet. Für dessen Installation hätte die Straße gesperrt werden müssen, da es erforderlich gewesen wäre, die (vor wenigen Monaten erneuerte) Fahrbahndecke anzubohren, um die Halter der Drucksensoren befestigen zu können. Außerdem wurde von den Eichbehörden mitgeteilt, dass allein die von Ihnen durchzuführenden Versuche ca. 3 Stunden in Anspruch nehmen würden. Zusätzlich hätte die Straße noch für die Montage und Demontage der Referenzmessanlage gesperrt werden müssen.</p><p>Nachdem dem beauftragenden Gericht der zu erwartende Umfang mitgeteilt worden war, sollte aufgrund des unverhältnismäßigen Aufwands auf die Durchführung der den Anforderungen des MessEG genügenden Befundprüfung verzichtet werden. Es konnten daher lediglich vereinfachte Versuche durchgeführt werden, bei denen die Geschwindigkeit des Fahrzeugs entsprechend der tatsächlichen Messsituation gemessen und als Referenz zusätzlich noch ein eso-Einseitensensor genutzt wurde. Das eso-Messsystem des Typs ES3.0 bot dabei die Möglichkeit, die Messung anhand der Rohmessdaten zu überprüfen. Selbst für die gegenüber einer offiziellen Befundprüfung vereinfachten Versuche musste die Straße während einer Zeitspanne von 1,5 Std. mehrfach kurzfristig gesperrt werden, wobei acht Polizeibeamte dauerhaft gebunden waren</p><p>Der beschriebene Fall zeigt, dass es sich bei der Prüfung einer Einzelmessung im Rahmen einer Befundprüfung um eine theoretische Möglichkeit handelt, die aufgrund des damit verbundenen Aufwandes aber nicht praktikabel ist. Die mit dem Inkrafttreten des MessEG eingeführte Berücksichtigung der Verwendungsituation ist somit zwar sinnvoll, weil ohne die Verwendungsituation überhaupt keine Prüfung möglich ist, lässt sich praktisch aber bei Fragen zur Messrichtigkeit auf dem Gebiet der Verkehrsmesstechnik nicht oder zumindest nicht mit vertretbarem Aufwand umsetzen.</p><p>Da die Befundprüfung praktisch ist es technisch nicht sinnvoll, sie als Argument dafür anzuführen, dass die die vollumfängliche Prüfung einer Einzelmessung ermöglichenden <a href="https://ib-stueckmann.de/allgemein/rohmessdaten-definition/">Rohmessdaten </a>nicht benötigt werden.</p><p>Soll die Ordnungsmäßigkeit einer Messung geprüft werden, so ist es zumindest aus der Sicht eines Verkehrsmesstechnikers nicht  ausreichend, sich argumentativ auf das Konstrukt des standardisierten Messverfahren oder die Befundprüfung zurückzuziehen. Es liegt auf der Hand, dass nur nach faktischer Durchführung einer effektiven Prüfung eine Aussage zur Messicherheit möglich ist. Da die Befundprüfung aufgrund des mit ihr verbundenen Aufwands praktisch nicht durchführbar ist, ist sie für die Prüfung einer konkreten Messung ungeeignet.</p><p> </p>								</div>
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		<title>Wird die &#8222;Lebensakte&#8220; zur Beurteilung einer Einzelmessung benötigt? Unbedingt!</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 18:41:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsmesstechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[Seitens der Gerichte, der PTB und insbesondere der Polizei NRW wird behauptet, die Lebensakte könne nichts zur Bewertung einer Einzelmessung beitragen und die Einsicht sei daher nicht erforderlich. Die nachfolgenden Beispiele zeigen die technische Unsinnigkeit dieser Sichweise auf und belegen die Erforderlichkeit der Lebensakte. § 31 Abs. 2 Nr. 4 MessEG gibt vor, dass der [&#8230;]]]></description>
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									<p>Seitens der Gerichte, der PTB und insbesondere der Polizei NRW wird behauptet, die Lebensakte könne nichts zur Bewertung einer Einzelmessung beitragen und die Einsicht sei daher nicht erforderlich. Die nachfolgenden Beispiele zeigen die technische Unsinnigkeit dieser Sichweise auf und belegen die Erforderlichkeit der Lebensakte.</p><p><a href="https://www.gesetze-im-internet.de/messeg/__31.html" target="_blank" rel="noopener">§ 31 Abs. 2 Nr. 4 MessEG</a> gibt vor, dass der Verwender eines Messgerätes sicherzustellen hat, dass “Nachweise über erfolgte Wartungen, Reparaturen oder sonstige Eingriffe am Messgerät, einschließlich solcher durch elektronisch vorgenommenen Maßnahmen….aufbewahrt wer<em>den</em>.“</p><p>Bei der Sammlung dieser Nachweise handelt es sich um das, was landläufig als Lebensakte, Geräteakte, Gerätestammdaten o.ä. bezeichnet wird.</p><p>Es ist somit zunächst einmal festzustellen, dass ein Gerätebetreiber, der auf Nachfrage mitteilt, keine Geräteakte zu führen, entgegen klarer und konkreter Gesetzesvorgaben handelt. Dabei kann es dahingestellt sein, ob die Geräteakte nur als Nachweis für die Eichbehörden gedacht ist. Relevant ist lediglich, dass sie vorhanden sein muss und &#8211; wie nachfolgend gezeigt wird &#8211; eine erhebliche Relevanz für die Beurteilung eine Einzelmessung aufweisen kann.</p><p>Insbesondere seitens der Polizeibehörden wird die Herausgabe der Lebensakte selbst im Zusammenhang mit einem Gerichtsauftrag oftmals mit dem Argument abgelehnt, eine Geräteakte würde nicht benötigt, weil die ordnungsgemäße Funktion des Messgerätes durch die regelmäßige Eichung sichergestellt sei.</p><p>Hierzu ist zunächst einmal festzustellen, dass die Beurteilung der Frage, welche Unterlagen für die Überprüfung einer Messung benötigt werden, nach der <a href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/11/rk20201112_2bvr161618.html" target="_blank" rel="noopener">Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts in der Sache 2 BvR 1616/18 </a> selbst vorprozessual nicht Sache der Beurteilung durch Dritte, sondern vielmehr allein des Betroffenen bzw. seines Verteidigers ist. Zu den Voraussetzungen einer Anforderung des Verteidigers und der Art und Weise, wie diese zu bewerten ist, findet man in dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts folgende Passage:</p><p><em>“ Die begehrten, hinreichend konkret benannten Informationen müssen deshalb zum einen in einem sachlichen und zeitlichen Zusammenhang mit dem jeweiligen Ordnungswidrigkeitenvorwurf stehen und zum anderen erkennbar eine Relevanz für die Verteidigung aufweisen. Insofern ist maßgeblich auf die Perspektive des Betroffenen bzw. seines Verteidigers abzustellen. Entscheidend ist, ob dieser eine Information verständiger Weise für die Beurteilung des Ordnungswidrigkeiten Vorwurfs für bedeutsam halten darf. Die Verteidigung kann grundsätzlich jeder auch bloß theoretischen Aufklärungchance nachgehen</em></p><p>Aus dem Recht auf ein faires Verfahren folgt nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts außerdem, dass der Beschuldigte eines Strafverfahrens neben der Möglichkeit, prozessual im Wege von Beweisanträgen oder Beweisermittlungsanträgen auf den Gang der Hauptverhandlung Einfluss zu nehmen, grundsätzlich auch das Recht hat, Kenntnis von solchen Inhalten zu erlangen, die zum Zweck der Ermittlung entstanden sind, aber nicht zur Akte genommen wurden.</p><p>Nach der Auffassung des Bundesverfassungsgerichts ist einem Betroffenen durch seinen Verteidiger grundsätzlich Einsicht zu gewähren, wenn er geltend machen kann, dass er sich selbst Gewissheit darüber verschaffen wolle, dass sich aus den dem Gericht nicht vorgelegten Inhalten Tatsachen ergeben könnten, die seiner Entlastung dienen können.</p><p>Diese Einschätzung ist aus technischer Sicht die einzig  sinnvolle. Die Bedeutung der Geräteakte im Zusammenhang mit der Bewertung des technischen Zustandes eines Messgerätes wird nachfolgend anhand von drei konkreten Beispielen aus der Gutachtenpraxis erläutert.</p><p> </p><p>Das erste Beispiel bezieht sich auf Handlasermessungen. Bei diesen Messungen ist i.d.R nur der Eichschein von der Eichung vor der Messung in der Akte enthalten. Wird dann der Eichschein der Eichung nach der Messung auf Anforderung zur Verfügung gestellt, so wäre die ordnungsgemäße Funktion des Messgeräts der technisch vollkommen unsinnigen Polizeilogik folgend aufgrund der dokumentierten Eichungen vor und nach der Messung belegt.</p><p>In verschiedenen Verfahren ergab sich dann aber aus der Geräteakte, dass die Eichung zeitlich nach der zu bewertenden Messung erst bestanden worden war, nachdem die außerhalb des Toleranzbereiches dejustierte Visiereinrichtung des Messgeräts wieder auf den Sollwert eingestellt worden war.</p><p>Dabei war das Messgerät in mehreren Verfahren bis unmittelbar vor der turnusmäßigen (und nicht infolge der festgestellten Dejustierung angestoßenen) Eichung zeitlich nach der zu bewertenden Messung eingesetzt worden. Es war insofern festzustellen, dass das Messgerät trotz der deutlich dejustierten Visiereinrichtung eingesetzt worden war. Da der Zeitpunkt des Eintritts der Dejustierung nicht zeitlich eingegrenzt werden konnte, war keine ordnungsgemäße Funktion des Messgeräts zum Zeitpunkt der zu bewertenden Messung nachzuweisen. Theoretisch hätte das Messgerät nämlich schon vor oder beim ersten Einsatz nach der vorausgehenden Eichung beschädigt worden sein können.</p><p>Hätte man sich in dem beschriebenen Fall allein an den Eichscheinen orientiert, so wäre eine technische Funktionsfähigkeit suggeriert worden, die auf Basis der Geräteakte aber eben nicht nachweisbar war.</p><p>Das zweite Beispiel für die Notwendigkeit der Geräteakte betrifft die gerichtliche Überprüfung eines Rotlichtverstoßes. Aus den Unterlagen in der Akte ergab sich ein bestimmter Abstand der Induktionsschleifen des Messgeräts zur Haltelinie. Bei der Besichtigung der Messstelle zeigte sich dann allerdings, dass dieser Abstand nicht mit dem bei der Vermessung der Messstelle festgestellten Wert übereinstimmte.</p><p>Aus dem Zustand des Messbereichs ergab sich, dass die Positionen der Induktionsschleifen verändert worden waren. Für die Bewertung der Frage der Dauer der Rotzeit war bei dem betreffenden Messgerät die Lage der Induktionsschleifen von ausschlaggebender Bedeutung. Es kam dementsprechend auf den Montagezustand zum Zeitpunkt der zu beurteilenden Messung an an. Dieser war erst nach Einsichtnahme in die Geräteakte zu beurteilen, da dort dokumentiert war, wann die Neuverlegung der Induktionsschleifen erfolgt war.</p><p>Der dritte Fall bezieht sich erneut auf eine Rotlichtmessung. Auch hier war die Eichung vor der Messung anhand des Eichscheins in der Akte nachzuvollziehen und es wurde zudem der Eichschein von der Eichung nach der zu beurteilenden Messung zur Verfügug gestellt. Aus der Geräteakte ergab sich allerdings, dass die Eichung nach der Messung erst durchgeführt werden konnte, nachdem die Haltelinie neu markiert worden war. Zuvor war die Eichung vom Eichbeamten vor Ort abgelehnt worden, weil die Farbe der Haltelinie stark ausgewaschen war. Da die gegenständlichen Messung wenige Wochen vor der geplanten, aber dann nicht durchgeführten Eichung stattgefunden hatte, hatte sich der Messplatz bei der zu bewertenden Messung in nicht eichfähigem Zustand befunden.</p><p>Vor dem Hintergrund der beschriebenen Beispiele ist die <a href="https://oar.ptb.de/files/download/57d93626a4949def313c9872" target="_blank" rel="noopener">B</a>ehauptung der PTB, die Lebensakte könne <a href="https://oar.ptb.de/files/download/57d93626a4949def313c9872" target="_blank" rel="noopener">“<em>eigentlich gar nichts</em>“</a> über die Messrichtigkeit in einem Ordnungswidrigkeitenverfahren aussagen geradezu abenteuerlich und zeugt &#8211; wie beispielsweise auch die Behauptung, die Messrichtigkeit könne durch eine <a href="https://ib-stueckmann.de/allgemein/befundpruefung-praxis/">Befundprüfung vor Ort</a> festgestellt werden,  von einer erheblichen Praxisferne.</p><p>Das Problem mit solchen Stellungnahmen der PTB besteht darin, dass sich Polizeibehörden und Gerichte bei der Beurteilung der allgemeinen Voraussetzungen für Messungen im Straßenverkehr sehr oft auf die Ausführungen der PTB stützen, ohne diese kritisch zu hinterfragen oder  zumindest inhaltlich zu prüfen, ggfs. unter Einbeziehung einer unabhängigen Stellungnahme.</p>								</div>
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		<title>Befundprüfung &#8211; Möglichkeiten und Grenzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 May 2021 17:41:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsmesstechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[Sowohl die Physikalisch Technische Bundesanstalt PTB&#160;&#160; als auch verschiedene Oberlandesgerichte&#160; vertreten die Auffassung, dass eine detaillierte Überprüfung einer Einzelmessung nicht erforderlich sei. Als Argumente werden dabei die sich aus der Zulassung und Eichung ergebende hohe Zuverlässigkeit der standardisierten Messverfahren und die Möglichkeit einer Befundprüfung genannt. Während § 39 Absatz 2 MessEV vorgibt, dass eine Befundprüfung [&#8230;]]]></description>
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									<p>Sowohl die Physikalisch Technische Bundesanstalt PTB&nbsp;&nbsp; als auch verschiedene Oberlandesgerichte&nbsp; vertreten die Auffassung, dass eine detaillierte Überprüfung einer Einzelmessung nicht erforderlich sei. Als Argumente werden dabei die sich aus der Zulassung und Eichung ergebende hohe Zuverlässigkeit der standardisierten Messverfahren und die Möglichkeit einer Befundprüfung genannt.</p>
<p>Während § 39 Absatz 2 MessEV vorgibt, dass eine Befundprüfung unter Berücksichtigung der Verwendungssituaton des Messgeräts durchzuführen ist, geschieht dies bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Die wenigen bisher durchgeführten Befundprüfungen von Messgeräten aus dem Bereich der Verkehrsmesstechnik erfolgten vielmehr analog der Eichung unter definierten Laborbedingungen.</p>
<p>So wurde z.B. von der Hessischen Eichdirektion noch im März 2021 auf eine Nachfrage hin mitgeteilt, dass die Befundprüfung des Geschwindigkeitsüberwachungsgerätes der Bauart LEIVTEC XV3 „zulassungskonform nach der Eichrichtlinie“ stattfinden würde. Wird die Befundprüfung allerdings entsprechend der Eichung durchgeführt, so ist es offensichtlich, dass bei einem geeichten Messgerät keine Fehler festgestellt werden können. Eine solche Befundprüfung verfehlt ihren Zweck, da bei der Befundprüfung ja gerade festgestellt werden soll, ob das Messgerät nicht nur im Labor, sondern auch in der konkreten Verwendungsituation ordnungsgemäß funktioniert.</p>
<p>Eine aussagekräftige Befundprüfung würde somit bedingen, dass analog der Zulassungsuntersuchungen der PTB die effektive Geschwindigkeit des Fahrzeugs mit einer Referenz-Messanlage festgestellt und dann geprüft wird, ob das Messgerät in der möglichst exakt nachgestellten Verwendungsituation eine Geschwindigkeit ermittelt, die um nicht mehr als die Fehlergrenze von dem Messwert der Referenz-Messanlage abweicht.</p>
<p>Da eine solche Befundprüfung eines Geschwindigkeitsmessgeräts&nbsp; bisher noch nicht durchgeführt worden ist, gibt es bei den Eichbehörden der Länder auch noch keine einheitliche Linie bezüglich der Vorgehensweise nach der Beantragung solcher Untersuchungen.</p>
<p>Bei keiner der Eichbehörden der Länder steht bisher eine Referenz-Messanlage zur Verfügung.&nbsp; Es haben erst kürzlich Gespräche zwischen den Eichämtern und der PTB stattgefunden und die Eichämter können – wenn eine solche Befundprüfung angefordert wird – auf eine mobile Referenzmessanlage der PTB zurückgreifen</p>
<p>Zurzeit besteht sogar die Möglichkeit, dass eine sachgerechte Befundprüfung abgelehnt wird. Die Hessische Eichbehörde positioniert sich im Hinblick auf diese Frage beispielsweise wie folgt :„Die Hessische Eichdirektion lehnt nach Bekanntwerden dieses Sachverhaltes eine Befundprüfung der Verwendungsituation ab, da diese Prüfung nicht mit der erforderlichen gebotenen Rechtssicherheit wirksam durchgeführt werden kann.“</p>
<p>Die hessische Eichdirektion verweigert damit die Durchführung einer Befundprüfung in dem sich aus dem Gesetz ergebenden Umfang. Ohne die geforderte Berücksichtigung der Verwendungsituation könnten aber z.B. die in den Versuchen festgestellten Messfehler der LEIVTEC XV3-Messgeräte und eso-Einseitensensoren bei einer Befundprüfung von vornherein nicht festgestellt werden. Bei beiden Messgeräten wird die Geschwindigkeitsermittlung im Rahmen der Eichung nämlich geprüft, ohne dass die zu den Fehlmessungen führenden Sachverhalte Berücksichtigung finden.</p>
<p>Außerdem ist zu bedenken, dass die PTB im Rahmen ihrer nach eigener Aussage sehr umfangreichen Zulassungsversuchen&nbsp; keine Fehlmessungen festgestellt hat, solche Fehlmessungen nach den Ergebnissen der unter anderen Bedingungen durchgeführten Versuche aber sehr wohl entstehen können. Es ist somit offensichtlich, dass die Bewertung einer konkreten Einzelmessung ohne Berücksichtigung der konkreten Verwendungssituation keinerlei Aussagekraft hat.</p>
<div>Schließlich ist generell darauf hinzuweisen, dass die Bedingungen zum Zeitpunkt einer zuvor erfolgten Messung im Rahmen der Befundprüfung niemals exakt nachgestellt werden können. Dies ist bei Messgeräten wie Handlasermessgeräten oder Messgeräten mit Drucksensoren unkritisch, stellt aber bei den mehrzielfähigen Laserscannern wie PoliScanSpeed oder Traffistar S350 ein großes Problem dar. Werden von diesen mehrzielfähigen Messgerätem gleichzeitig mehrere Fahrzeuge erfasst, dabei aber nur eine Messung dokumentiert, so kann das Bewegungsverhalten der anderen Fahrzeuge im Nachhinein nicht nachvollzogen werden. Die Frage, wie sich die gleichzeitig erfolgten, anderen Messungen auf die dokumentierte Messung ausgewirkt haben können, kann somit im Rahmen der Befundprüfung daher nicht beantwortet werden. Die Verwendungssituation kann daher verfahrensbedingt grundsätzlich nicht berücksichtigt werden. Anders sähe dies aus, wenn die Rohmessdaten in die Messdatensätze integriert werden. Hier ständen dann die Daten aller gleichzeitig erfolgten Messungen zur Auswertung zur Verfügung und man könnte die ordnungsgemäße Separation der Daten und deren Zuordnung zu den einzelnen Fahrzeugen ebenso prüfen wie das Zustandekommen der Messwerte an sich.</div>
<div>&nbsp;</div>
<p>Ein weiteres, wesentliches Problem besteht darin, dass sehr gut dokumentierte Versuche, deren Ergebnisse auch von der PTB anerkannt worden sind, belegen, dass eine Befundprüfung u.U. die Messrichtigkeit bestätigen kann, obwohl diese bei der eigentlichen Messung nicht gegeben war. Im Rahmen dieser Versuche mit dem Messgerät LEIVTEX XV3 wurden nämlich&nbsp; insgesamt 106 auswertbare Messungen&nbsp; durchgeführt, trotz gleicher Bedingungen sind&nbsp; aber nur bei 29 dieser Messungen Messwerte außerhalb der Verkehrsfehlergrenzen aufgetreten.</p>
<p>Würde mit einem solchen Messgerät eine Befundprüfung durchgeführt&nbsp; und der Messwert bestätigt,&nbsp; so bestände auf Basis der Ergebnisse der Versuchsergebnisse daher immer noch eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass&nbsp; das Messergebnis bei der tatsächlichen Messung außerhalb der Verkehrsfehlergrenze gelegen haben konnte.</p>
<p>Schließlich ist noch darauf hinzuweisen, dass aufgrund der begrenzten Ausstattung und personellen Kapazitäten der Eichämter damit zu rechnen ist, dass sich die Verfahren erheblich in die Länge ziehen werden, wenn den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Befundprüfungen in verstärktem Umfang durchgeführt werden.</p><p></p>
<p></p>								</div>
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